CD Kritik
Sean Paul: Never Gonna Be The Same
Sean Paul: Never Gonna Be The Same
Und was täte die Musikszene auch ohne den Mann aus Jamaica, der den Dancehall-Kick über die US-Clubs auch nach Deutschland brachte, wo der Reggae-Style des 21. Jahrhunderts seither massivst die Clubs beben lässt?
Als fünfte Single aus dem Album kommt jetzt Never Gonna Be The Same. Der Track ist ein gelungenes Stück jamaikanischer Problemverarbeitung, denn was hier so unglaublich locker dahinschwingt, ist der Nachruf an einen der besten Freunde SEANs, der im letzten Jahr auf den Straßen von Kingston erschossen wurde. „Daddigon war einer meiner besten Freunde,“ erzählt SEAN. „Er erfand den Namen Dutty Cup Crew. Hätte Daddigon nie über Dutty Cup gefreestylt, hätte ich das Album nie Dutty Rock genannt. Ich hätte nie ‚Dutty yeah’, gesagt. Und wer weiß, was dann passiert wäre...“
Hätte SEAN PAUL seinen Durchbruch auch mit einem Album gehabt, das NICHT Dutty Rock betitelt wäre? Man wird es niemals wissen. Sicher ist aber, das die Dinge für SEAN PAUL nie wieder so sein werden wie vorher.
Die packende Kombi aus relaxtem Beat und melancholischem Feeling, die die Ballade Never Gonna Be The Same mitbringt, dürfte der beste Weg sein, Freunde zu verabschieden, die für immer gegangen sind. Denn genau das tut SEAN PAUL mit Never Gonna Be The Same: „Eines Tages beschloss ich, all diese Trauer und Energie zu nehmen und sie in Musik zu bringen. Ich nahm mir ein paar Wochen und schrieb den Song für Daddigon. Es kommen auch andere Leute drin vor wie Bogle, die jamaikanische Dancehall-Ikone. Und meine Tante, die in einem Auto-Unfall starb und Nicole, eine meiner ersten Freundinnen. Sie starb an einem Hirntumor. Der Song ist für alle Menschen, die ich verloren habe.“
We gonna miss your legacy – all of y’all. But we’ll keep burning up the flame in your memory. Cause you weren’t here for nothing. Nobody’s gonna take nuttin’ from you.




