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Suzie Kerstgens, Sängerin von Klee, dreht mit Franz Dinda

veröffentlicht 25.09.08 17:55 Uhr

Suzie Kerstgens, Sängerin von Klee, dreht mit Franz Dinda

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Nach mehrwöchiger Vorbereitungszeit war es am letzten Sonntag endlich soweit: Regisseur Marcus Sternberg setzte die hoch emotionale neue Klee Single „Berge versetzen“ in Szene. Der Titelsong des aktuellen Klee Albums tut einmal mehr das, was dem süßen Gift der Popmusik seit jeher Inspiration und Daseinsberechtigung ist: er widmet sich der wundersamen Macht der Liebe.


Aber Klee wären nicht Klee, wenn nicht auch dieser Song einen ganz besonderen Twist hätte: Die Liebe ist noch da, aber die Trennung unvermeidbar, weil die gemeinsame Basis verloren gegangen ist. Sängerin Suzie singt nicht – wie es in Trennungsballaden scheinbar Gesetz ist – aus der Position der tragisch Verlassenen heraus. Stattdessen gelingt es ihr, jene Leiden in herzzerreißende Worte zu fassen, die es mit sich bringt, wenn man sich, wider die eigene Sehnsucht, gezwungen sieht, einem geliebten Menschen zu eröffnen, dass man sich von ihm trennen muss. Ein Prozess, der schmerzlich für beide ist – aber zugleich ein unvermeidbarer, mutiger Schritt, ihnen aber bei aller Tragik letztendlich Freiheit und Frieden verspricht.

Star des Clips ist Schauspieler Franz Dinda, der die Lyrics des Songs, an der Seite von Klee-Sängerin Suzie Kerstgens, in einer bewegendenden Performance zum Leben erweckt.

„Berge versetzen“ wurde in einer kargen Halle in den Berliner CCC Studios gedreht, einem geschichtsträchtigen Ort, der auch heute noch die Luft von Kino-Epen wie „Das indische Grabmal“, den Edgar Wallace-Thrillern und Meisterwerken des deutschen Films wie „Die Blechtrommel“ und Fassbinders „Querelle“ atmet, die dort produziert wurden.

Bei der Ausstattung des gesamten Sets standen Lars von Trier und seine minimalistische „Dogville“-Inszenierung Pate. Was sich wie erhofft als idealer Rahmen für Dindas und Kerstgens intimes und intensives Spiel erwies und in der Konsequenz zu überaus eindrucksvollen Bildern führte. Selten wurde hierzulande ein Liebeslied derart klischeefrei und mit so viel Sentiment in einen Videoclip umgesetzt.

Franz Dinda stellte sich bereits im Vorfeld  als Glücksgriff heraus. Er arbeitet zur Zeit seinem ersten Gedichtband „Liebesreimheit“, natürlich über die Liebe, und war mit dem musikalischen Werk von Klee auch vor Drehbeginn bereits bestens vertraut.

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