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Sido - "Ich & Meine Maske"

veröffentlicht 28.05.08 20:51 Uhr

Sido - "Ich & Meine Maske"

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Wie jeder gute Blockbuster, wird auch “Ich & Meine Maske” von einer starken Grundidee beseelt. Für sein drittes Album ist SIDO hinabgestiegen in den Keller, wo Fliegen und Pilze die Luft verpesten. Dort, wo die tote Seele eines ostdeutschen Sweat-Shops die Geister der Vergangenheit gefangen hält. Sein drittes Album sollte von den Umständen profitieren. “Ich wollte das diesmal wieder mit mehr Ghetto haben.” So bringt es SIDO mit einem seiner Schlüsselwörter auf den Punkt. “Mir war der dreckige Keller wichtig für die Texte und die Attitüde, die das ganze Album kriegen sollte, für den roten Faden. Ich brauchte das, es sollte ein bisschen dirty sein, damit auch der Sound wieder etwas frecher wird.”


Von “Back to the Roots” kann dennoch nicht die Rede sein, denn von seinen Roots im Märkischen Viertel hat sich SIDO nie entfernt. Vielmehr besann er sich im Keller auf alte Stärken, um sie mit neuen Skills zu paaren: “Mein zweites Album war sehr persönlich, mitunter auch schwere Kost, aber es war ein schönes, sauberes, sehr cleanes, steriles Album - und das sollte es diesmal nicht werden. Das Ergebnis ist eine gute Mischung aus den beiden vorhergegangenen Alben: Die persönlichen Themen vom Zweiten, und die dreckigen vom Ersten - ausserdem ist es so gut gerappt wie das zweite, vielleicht sogar noch etwas besser - das Erste war, was die Raps betrifft scheisse.”

Mit “Ich & Meine Maske” beendet er eine Trilogie. “Das ist eine Einheit weil es mit “Maske” bei null anfing; ich war ein niemand, hatte kein Job, noch nicht mal eine Krankenversicherung. Beim zweiten Album ging es schon besser aber ich war mitten im Stress und konnte das alles noch gar nicht so richtig realisieren. Mit dem dritten Album bin ich jetzt wer - ich bin jetzt SIDO, egal was ihr sagt. Das soll die Trilogie, der Abschluss bedeuten: Ich bin jetzt da. Daran kann auch keiner mehr rütteln, die Wurzeln sind fest.”

Eigentlich, relativiert er schließlich, sei auch für ihn der Weg das Ziel; er ist zwar angekommen aber er wird noch immer nicht richtig akzeptiert. Als eine für jeden sichtbare, alles überragende Ausnahmeerscheinung, zieht er jeden Ärger über den Zustand einer vermeintlich verrohten Jugend auf sich. Im nächsten Moment hingegen scheint ihm das auch wieder herzlich wenig auszumachen. “Ach, damit lebe ich,” amüsiert er sich. “Ich weiss, ich bin gebrandmarkt, ich bin der Jesus der deutschen HipHop-Szene, der für alle Sünde gerade stehen muss. Aber ich werde einen Teufel tun und mich darüber beschweren, dass ich als der Bösewicht dastehe. Ich werde nicht enden wie Roy Black, der Schlager gemacht hat und eigentlich im Herzen Rock’n’Roller war - ich mach schon das, was ich machen will.”

Ob SIDO will oder nicht, als Ende der Trilogie weist “Ich & Meine Maske” den Weg in eine Zukunft jenseits der Ghettos, Skandale und Boulevard. Erst wenn er dort angekommen ist, wird auch der Letzte merken, dass SIDO nicht weniger leistet, als im besten Sinne des Wortes lebendige Geschichte zu schreiben.

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4 Kommentare zu Sido - "Ich & Meine Maske"

Autor Kommentar

Angel_of_Midnight

06.09. 18:55 Uhr

sido 4 ever ^^

ey aldaaaa sido rockt berlin =)

Anne

29.08. 13:32 Uhr

voll fett

echt krasses Album

Gast

01.06. 23:30 Uhr

einfach nur porno man!!!!!!!!!nur geil das album

Misses Deluxe

30.05. 14:24 Uhr

Jaa xD

Des Album is sooo feed :) Vorallem Carmen is echt en geiles lied!



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