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Robbie Williams, Iron Maiden, The Verve und viele Kollegen gründen Verband
Robbie Williams, Iron Maiden, The Verve und viele Kollegen gründen Verband
Zahlreiche britische Musikstars haben einen Verband gegründet, mit dem sie mehr Kontrolle im Musikgeschäft gewinnen wollen. Neben Robbie Williams, Radiohead und Pink Floyd gehören ungefähr 60 weitere Künstler und Bands zu den Mitgliedern.
Der neue Musiker-Verband soll den Mitgliedern einen größeren Einfluss auf die Verwertung ihrer Songs sichern. "Featured Artists Coalition" - unter diesem Namen wollen Robbie Williams, Kaiser Chiefs, Pink Floyd, Richard Ashcroft und zahlreiche weitere Bands und Stars mit ihrem Verband erreichen, dass die Einnahmen aus der digitalen Vermarktung ihrer Lieder stärker den Künstlern und nicht den Plattenfirmen zugutekommt. Bei einem Musikfestival in Manchester soll am heutigen Sonntag (05.10.) die neue Interessenvertretung offiziell starten. Auf seiner Homepage stellt der Verband ein Manifest vor, mit dem Fair Play im Musikbusiness erzielt werden soll.
Jazz Summer, der Manager von The Verve, erklärte gegenüber britischen Medien: "Digitale Technologie gibt den Künstlern die Gelegenheit, ihre Zukunft zu kontrollieren." Brian Message, Manager von Kate Nash und Radiohead, sagte zur Gründung des Verbandes: "Es ist an der Zeit, dass die Künstler eine gemeinsame, starke Stimme haben und ihre Interessen verteidigen."
"Featured Artists Coalition" will sich dafür einsetzen, dass die Künstler ihr Urheberrecht zurückbekommen. Nach Ansicht vieler Musiker werden sie selbst bei der digitalen Vermarktung ihrer Produkte viel zu wenig beteiligt, sondern eher ignoriert und ausgenutzt. Inzwischen gibt aber es aber Bands wie beispielsweise Radiohead, die ihre Songs und ebenso ganze Alben im Internet vermarkten - ohne Beteiligung ihrer Plattenfirmen.
Aktuell veröffentlichte Zahlen dürften die Musiker und ihren neuen Verband weiter motivieren: Wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikiation und neue Medien am 5. Oktober 08 mitteilte, wächst der Umsatz mit Musik-Downloads in diesem Jahr voraussichtlich um 30 Prozent auf etwa 78 Millionen Euro. Insgesamt wird der Download von Songs und Alben in diesem Jahr etwa 38 Millionen Stück betragen, der Preis für einen einzelnen Song im Download beträgt im Durchschnitt 1,84 Euro.





