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Zed Biographie

Zed

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In ihrer Heimat Neuseeland sind die vier sympathischen Jungs von ZED bereits Megastars.
Angefangen hat alles im Jahre 2000, als sie ihr Debut „Silencer“ veröffentlichten:
Das Album schoss direkt von null auf 1 und hielt sich 36 Wochen in den Charts. Der inzwischen zum dortigen Klassiker avancierten Hit-Single „Renegade Fighter“ sollten noch fünf weitere Top-20 Singles folgen. Mittlerweile hat „Silencer 4fach Platin eingespielt.
Seit dem hat sich einiges getan, und ZED haben viel an Lebenserfahrung gesammelt. Wer sein zweites Album im entlegenen Weed, Kalifornien, aufgenommen hat und bereits mit Robbie Williams und Coldplay auf Tour war, der darf der Welt auch ein wenig überdrüssig sein.

Das ist übrigens auf den ersten Blick zu erkennen: Nathan King, ihr Frontmann, gibt – während er mit seinen inzwischen länger gewachsenen Haaren am gegenüberliegenden Ende des Café-Tisches sitzt – sogar lächelnd zu, dass die Band nach ihrem 4fach-Platin von „Silencer“ (2000) einen abgebrochenen Album-Versuch hinter sich hat.

Er erklärt: „Ich denke, dass diese Erfahrung insgeheim sehr gut war. Wahrscheinlich haben viele Bands einmal so einen Moment. Und müssen sich da durchkämpfen.“

Nun ja, aber wenn die Foo Fighters es auch nach einer längeren Pause schaffen, mit einem Killeralbum aufzuwarten, warum sollen ZED das nicht schaffen?

„Ich bin froh darüber, dass wir das Album, das wir zuerst aufgenommen hatten, nicht veröffentlicht haben. Es war dem ersten Album einfach zu ähnlich, was seltsam ist, schließlich hatten wir uns eigentlich genügend Zeit gelassen. Uns war das aber nun einmal nicht genug. Es war sogar ein Rückschritt, weil wir zu der Zeit unsere Songs ohne wirklichen Grund geschrieben haben. Wir haben sie halt geschrieben, weil man `eben Songs schreibt´. Bis wir uns dann entschieden haben, die Songs nicht zu veröffentlichen und etwas neues und besseres machen wollten.

Die Band, die neben Nathan auch Adrian Palmer (Schlagzeug), Ben Campbell (Bass) und Andy Lynch (Gitarre) beherbergt, ist also in sich gegangen, und hat geschaut, wo die Reise hingehen kann. Was sie einst an Christchurchs Cashmere High zusammen gebracht hatte, war eine geteilte Vorliebe für delikaten Gitarrenpop: von der elterlichen Beatles-Sammlung ging es zu Crowded House, nur um später bei aktuelleren Größen wie Radiohead und Supergrass zu landen. Diese Grenze galt es zu sprengen, damit die Anlaufschwierigkeiten überwunden werden konnten. Letztlich wurde ein Großteil der Songs dann sogar in einem Rutsch geschrieben.

„Unsere Songs befassen sich mit allem, was um uns herum passiert, sie handeln nicht bloß von Liebe. Es ist doch so: Mädels sind die erste Sache über die man schreiben möchte, wenn man gerade mal fünfzehn ist. Danach gibt es auch noch andere Dinge im Leben,“ lacht Nathan.

„Ich glaube, dass wir beim Aufnehmen des neueren Materials unsere Naivität verloren haben. Man kann das in der Musik ganz gut hören. Auch sind wir ein wenig ernster geworden, auch wenn der Gesamt-Vibe des Albums positiv ist. Das wollten wir auch auf keinen Fall ändern. Ich könnte mir vorstellen, dass die Leute, die „Silencer“ mochten, mit dem neuen Album ebensoviel anfangen können, weil sie ja vielleicht ähnliche Reifungsprozesse durchlebt haben.“

„Als wir nach Kalifornien zum Aufnehmen gingen, war eigentlich schon vieles klar, was die Strukturen der Songs anging. Auch hatten wir einen großen Vorteil durch unsere Erfahrungen mit „Silencer“. Auch wenn es rein technisch betrachtet kein selbstproduziertes Album ist, kann man doch irgendwie sagen, dass wir das zu einem gewissen Teil selber in den Händen hatten.“

Als ZED mit dem Schreiben von „Silencer“ anfingen, war Ben – übrigens der Jüngste der vier Jungs – nicht älter als fünfzehn Jahre. So ist es verständlich, dass sich mit zunehmendem Alter so einiges bei ZED getan hat. Kein „Renegade Fighting“ mehr: „Jetzt wo wir so einiges vom Planeten zu sehen bekommen haben, wurde uns erst so richtig klar, was für ein relaxtes Plätzchen unser Neuseeland eigentlich ist. Wenn man einmal Bangkok oder die ärmeren Gegenden der Staaten gesehen hat, wirkt die Heimat auf einmal ganz anders. Das hat uns wirklich die Augen geöffnet.“

Eine der besagten „ärmeren Gegenden“ ist Weed, Kalifornien, wo sie mit der Produzentin Silvia Massey, die nicht nur für Powerman 5000, sondern auch für die ersten beiden Tool-Alben zuständig war, ihr neues Album aufnahmen. Weed befindet sich gute 1000 Meter über dem Meeresspiegel und hat statt der Küste den imposanten Mount Shasta zu bieten. In diesem 3000-Seelen-Ort beginnt der Highway nach Alaska. „Weed ist winzig, aber es hat in der Vergangenheit unfassbar große Drogenprobleme gehabt,“ sagt Nathan.

Schon bald bemerkte die Band, dass sie noch gar nicht vollständig waren. Der zweite Gitarrist, Andy Lynch, musste extra aus Brasilien zurückgeholt werden, um Mitglied zu werden.

Auf „Silencer“ waren es noch Nathan und Ben, die alles im Alleingang komponierten. Auf ihrem neuen Album beteiligt sich Andy, der Mann mit dem Max Cavalera T-Shirt, nun auch beim Songwriting. Fall’s du nicht weißt, wer Max Cavalera ist: Er ist der Frontmann von Sepultura und hat damit einen Status in Brasilien, der dem von Pelé gleichkommt. Und Max mag es, genau wie Andy, harte Gitarren einzustreuen.

„Andys Stil ist ganz anders als der von mir und Ben,“ erklärt Nathan. „Er hat ganz neue Akkordfolgen ins Spiel gebracht und unsere Einstellung zum Songschreiben aufgebrochen und beeinflusst.“

Aber keine Angst, denn der leichte Hang zum Death Metal bedeutet nicht, dass ZED auf einmal ganz anders klingen als auf ihrem so populären „Silencer“. „Der Kern unserer Songs sind immer noch die Melodien. Das ist, was zählt. Trotzdem haben wir versucht, unser Spektrum für dieses Album ein wenig zu erweitern. Unsere erste Single, zum Beispiel, ist eher poppig, aber das bedeutet nicht, dass man nur Pop auf dem Album geboten kriegt. Der Song ist vielleicht eher eine Brücke zwischen dem, wo wir waren, und dem Ort, zu dem wir unterwegs sind.“

Das neue Album, „This Little Empire“ erscheint im Herbst. Ihre Single „Hard To Find Her“
Überholte in Neuseeland Nickelback, Dido und Christina Aguilera und besetzte die # 1 in den Charts – sie verkaufte sich so gut, dass etwa ein Drittel der Einwohner Neuseelands im Besitz dieser Single ist (!).
Bei uns ist die eingängige Feel-good-Nummer der ZDF Hit zur Tour de France und wird am 19.07.04 veröffentlicht.
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