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UFO Portrait


Die 1969 in London gegründete Hardrockband UFO spielte den schönsten Space-Rock der frühen 70-er Jahre. Die Band mit dem spekulativen Namen gründeten Sänger Phil Mogg (geboren 1951), Bassist Peter Way (1952), Drummer Andy Parker (1952) und Gitarrist Mick Bolton (1948). Das Quintett hatte zuvor gemeinsam bei Hocus Pocus musiziert.

Space-Rock und Heavy Boogie brachte die kreative Combo zum Kochen - ihre Live-Konzerte waren Bastionen ohrenbetäubenden Lärms. Dabei mieden die munteren Hardrock-Musiker ausgetretene Pfade und öden Klangbrei. UFO bildeten gemeinsam mit Deep Purple, Hawkwind und Black Sabbath die damalige Speerspitze "progressiver" Musik. Die treibende Kraft hinter UFO war der ebenso exzentrische wie sensible Leadsänger Phil Mogg..

Das schlicht "UFO" betitelte Debütalbum aus dem Jahre 1971 durfte laut Plattenvertrag irrerweise nur im Ausland veröffentlicht werden. Die bluesige Platte sorgte vor allem in Japan, Deutschland und Frankreich für ein starkes Echo. Die Plattenumsätze brachten mehr als eine Million Pfund, aber bis auf 400 Pfund für UFO sackte das Label alles ein.

Mit dem Folgealbum "Flying" gelangte der UFO-Besatzung 1971 ein kleiner Geniestreich. Die fünf Songs des Albums, darunter auch "Silver Bird" und "Star Storm", haben bis heute kein Gramm überflüssiges Fett angesetzt. Und das 25-minütige Stück "Prinz Kajuku" ist ein hypnotischer Song von elementarer Kraft, gemeinsam mit "The Coming Of Prinz Kajuku". Michael Boltons vielfach verfremdete Leadguitar klingt hier manchmal wie ein Synthi.

Mit dem 72-er-Mitschnitt "Live" stellten UFO einmal mehr ihre hinreißenden Qualitäten on stage unter Beweis. Um dem Tourneestress zu entgehen, stieg Bolton 1974 aber aus dem Unternehmen aus. Nach einigen Wechseln an der Leadgitarre fanden die vier verbliebenen Bandmitglieder in Michael Schenker einen neuen Mann.

Mit dem gebürtigen Hannoveraner, der zuvor bei den Scorpions in die Saiten gegriffen hatte, veränderte sich der UFO-Sound hin zu einer kompakteren Spielweise zwischen Hardrock und Powerpop.

Kommerziell machte das Sinn. Platten wie "Force It" (1975) und "Lights Out" (1977) kamen in die Charts und die Auftritte der Band waren umjubelt. Nach dem phänomenalen Live-Doppelalbum "Stragers In The Night" (1978) musste auch der charismatische Schenker dem Stress Tribut zollen. Er quittierte den Dienst, um die erfolgreiche Michael Schenker Group ins Leben zu rufen.

UFO haben sich in wechselnden Besetzungen und mit wechselndem Erfolg durch die 80-er und 90-er Jahre gekämpft. Die urtümlichen Space-Rocker sind längst zur Legende geworden.


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