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Train Biographie

Train

"Train ist die Band, die 'Meet Virginia' sang." Ginge es nach der Bandinfo der Plattenfirma, sollte nun jeder wissen, wovon die Rede ist, doch dem ist hierzulande mit Sicherheit nicht so. Denn "Meet Virginia" war zwar im Sommer 1999 ein Riesenhit, aber eben in den Vereinigten Staaten. Dort sind die fünf Zugchefs auch beheimatet, genauer: San Francisco.

1994 zieht Patrick Monahan, späterer Train-Sänger, aus L.A. in die nordkalifornische Metropole und trifft dort Rob Hotchkiss. Der ist gerade dabei seine Band The Apostels zu verlassen und so ergibt eins das andere. Die beiden erspielen sich mit ihrem Akustikgitarren-Songrepertoire einen guten Ruf als Kneipen- und Kaffeehaus-Duo. Die Sehnsucht nach einer größeren Band schwappt irgendwann auf beide über und so werden die beiden Ex-Apostel Jimmy Stafford (git) und Charlie Colin (b) mit ins Line Up geholt. Als Drummer Scott Underwood kurz darauf von Colin angeschleppt wird, hat man den Fünfer zusammen und beginnt ununterbrochen Konzerte zu spielen. In den folgenden Jahren schafft man u.a. auf den Vorgruppenplatz von Counting Crows und den Barenaked Ladies.

Als die Jungs im besagten Sommer 1999 den besagten Song auf eine Compilation namens "Aware 5" drücken, geht's richtig los. VH1 America lässt den Clip ganze vier Monate in Heavy Rotation laufen, was naturgemäß jeder neuen und jungen Band zu Schlagzeilen verhilft. Noch dazu ist die hübsche Schauspielerin Rebecca Gayheart ("Scream 2") im Video zu sehen. Das Debutalbum "Train", flugs beim Major Columbia Records veröffentlicht, verkauft sich daraufhin eine Million Mal und prescht in den Billboard Charts an die Spitze. Das berühmte Fillmore Theatre in San Francisco, das vor 30 Jahren schon Jimi Hendrix füllte, nehmen die Jungs im Sturm und auch Rest-Amerika verfällt dem melodiösen Rock des Quintetts. Zusätzliche Publicity bringt eine Tournee mit den Rock-Millionären der Dave Matthews Band.

Laut Monahan sei er seit dem Besuch eines Aerosmith-Konzerts, auf dem er im Alter von 14 Jahren einen Schlagzeugstock auf die Brust geschmissen bekam, ein Freund der Live-Shows. Dieser Meinung sind zwar auch seine Kollegen, aber irgendwann musste doch ein Nachfolge-Album eingespielt werden. Also nahm man Mitte 2000 in sechs Wochen den Zweitling "Drops Of Jupiter" auf, der wieder mit sanften Balladen und eingängigem US-Gitarrenrock die Hitparaden stürmt und nicht selten an die Kollegen von Matchbox Twenty erinnert. Der Titeltrack des Albums wurde übrigens von Paul Buckmaster orchestriert, der um 1969 auf David Bowies "Space Odditiy" Cello spielte. Produziert hat das Werk Brendan O'Brien (Pearl Jam, The Offspring).

2001 Drops Of Jupiter
1999 Train
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