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The Cure Biographie

The Cure

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The Cure könnten sich auch getrost in "Robert Smith Band" umbenennen, denn der Sänger und Komponist ist seit dem Rauswurf von Lol Tolhurst Anfang der 90er sozusagen der letzte Mohikaner und außerdem unumstritten der Kopf der Band. Lediglich Basser Simon Gallup, der kurz nach der Gründung zur Band hinzustieß, stieg gegen 1982 kurzzeitig aus und kann sich heute rühmen, mit zweifelhaften Popperlen wie "The Walk" oder "The Lovecats" nichts zu tun gehabt zu haben.

1977 starten Smith, Tolhurst und Dempsey in klassischer Drei-Mann-Besetzung. Ihr rauher, ungestümer Sound klingt punk-infiziert, weist aber auch schon düstere Ansätze auf ("Subway Song") und landet bald in den Independent-Charts der Insel. Für Dempsey kommt Gallup und die dunkelste, von Sehnsucht zerfressene Cure-Phase nimmt ihren Lauf. Sah die Band anfangs noch wie eine nette Bande Schulbuben aus, ändern hochtoupierte Haare, Schminke und weite Klamotten schlagartig das Image und The Cure finden sich in der Gothic-Schublade wieder. Zusammen mit Bands wie Siouxsie & The Banshees, Bauhaus und Sisters Of Mercy stehen Cure mit Sound und Outfit für den neuen Lebensstil.

Mit der Hinwendung an poppigere Töne kommt es innerhalb der Band auch wieder zu mehreren Umbesetzungen. 1986 erlebt das schon 1979 veröffentlichte und kaum beachtete "Boys don't cry" einen zweiten Frühling und mit der Platte "Kiss Me Kiss Me Kiss Me" mutieren The Cure endgültig zum Stadion-Rock-Act.

Umso verwunderlicher, daß die Band 1989 mit "Disintegration" die melancholischste Scheibe seit Jahren abliefert, die alte Fans und Schwarzkittelträger zu Jubelstürmen hinreißt. Nach der dazugehörigen Tour verkündet Robert Smith nicht nur das Ende der Live-Aktivitäten, es kommt auch zum Eklat mit Gründungsmitglied Tolhurst. Nachdem er zunächst in beiderseitigem Einvernehmen die Band verlässt, tauchen plötzlich finanzielle Forderungen in der Presse auf, die zu einem anderthalbjährigen Gerichtsstreit ausarten und dem Image von The Cure durch allerlei Halbwahrheiten nachhaltig schaden. (Angeblich musste Tolhurst bei der Aufnahme des Songs "Shiver And Shake" im Studio direkt vor Smith stehen, damit dieser die benötigte Portion Ekel für die Performance aufbringen konnte).

"Wish" wurde 1992 zu einem weiteren Highlight der Bandgeschichte und die Tour geriet länger und erfolgreicher denn je. Mit dem darauf folgenden "Wild Mood Swings" trafen The Cure mal ausnahmsweise nicht den Nerv der Zeit und auch die Singles interessierten fast niemanden. Somit blieben die MTV-Kids den Konzerten der Swing-Tour fern und die Band schüttelte schon verschollen geglaubte Oldies zur Freude der Spätgeborenen aus den Ärmeln.

Am Valentinstag 2000 erscheint nach langen Vertröstungen das mittlerweile 12. Studiowerk der Düsterrocker. Zum VÖ passender Titel: "Bloodflowers". Nur wenige Monate später erklärt Smith, der "Bloodflowers"-Song "Maybe Someday" beschreibe seinen Abschied von The Cure. Sein ganzes Leben habe er der Band gewidmet, nun sei es Zeit für etwas Neues. In dem Song heißt es: "No, I won't do it again, I don't want to pretend, If it can't be like before, I've got to let it end."

Abschied? Alles Quatsch. Smith brachte im November 2001 ein weiteres "Greatest Hits"-Album heraus mit einem limitierten Unplugged-Special. Darunter fanden sich auch zwei neue Songs, die den Fans die nötige Kondition verleihen sollten, bis zum nächsten Release auszuharren. Und wenn das nicht helfen mag, will Smith schon bald sein schon vor 10 Jahren angekündigtes Solodebut an den Start bringen.

2001 Greatest Hits
2000 Bloodflowers
1998 Galore
1996 Wild Mood Swings
1993 Paris (live)
1993 Show (live)
1992 Wish
1990 Mixed Up
1989 Entreat (live)
1989 Disintegration
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