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Ray Charles Portrait

Ray Charles
Ray Charles, eigentlich Raymond Charles Robinson, wurde im amerikanischen Süden, in Albany, Georgia, am 23. September 1930 geboren. Er starb am 10. Juni 2004 in Beverly Hills. Ray Charles wuchs in Armut und als Halbwaise auf. Im Alter von sieben Jahren erblindete er und suchte Zuflucht in der Musik. In der St. Augustin – Schule für Gehörlose und Blinde brachte man ihm das Klarinettespielen bei, aber es sollte das Klavier werden, das zum Instrument seiner Wahl wurde und, neben seiner unverwechselbaren Stimme, seinen Ruhm begründete.

Ray Charles war fünfzehn Jahre alt, als seine Mutter starb und er ganz zum Waisen wurde. Er ging nach Florida und begann dort als Musiker zu arbeiten. Später zog er weiter nach Seattle, wo er 1951 seine erste Platte aufnahm. Die ersten Aufnahmen waren noch klassischer Rhythm and Blues, beeinflusst von Charles Brown und Nat King Cole. Es sollte noch dauern, bis Ray Charles seinen eigenen, unverwechselbaren Stil entwickeln sollte. Im Laufe der Zeit nahm er Einflüsse vom Gospel und dem Jazz auf. So wurde Ray Charles zu einem der Väter des Soul.

Mitte der 50er war Ray Charles ebenso umtriebig wie er erfolgreich war. Den größten Erfolg hatte er vielleicht mit „What’d I say“ von 1958. Ray Charles erging es nicht anders als vielen Musikern in den 60ern. Wenn nicht getourt wurde, war man im Plattenstudio, um in Rekordzeit ein Album aufzunehmen, dem man die Eile nicht anhören durfte. Um der körperlichen Anstrengung, dem physischen und psychischen Druck standzuhalten, griff Ray Charles zu Heroin. Die Droge sollte ihn eine ganze Weile begleiten. 1965 wurde er mit Heroin verhaftet und wegen Drogenbesitzes verhaftet. Er wurde zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt, machte eine Entziehungskur und wurde wieder rückfällig. Erst Ende der 70er gelang es Ray Charles nach einer weiteren Entziehungskur von der Droge wegzukommen.

Ray Charles war nicht nur einer der Väter des Soul, er war auch Wegbereiter für zahlreiche schwarze Künstler. Er wurde in acht verschiedenen Hall of Fame aufgenommen, erhielt das Äquivalent zum Nobelpreis für Musik, den Polar Music Prize, und seine Version des Songs „Georgia on my mind“ wurde 1979 zur Hymne des amerikanischen Bundesstaates Georgia, in dem er je geboren worden war. Ray Charles starb im Alter von 74 Jahren an einer Lebererkrankung.

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