Pothead Portrait
Die Geschichte von Pothead ist so ungewöhnlich wie die Band selbst. Eher aus Zufall begegneten sich die Mitglieder im Jahr 1991 auf einem Campingplatz in Südeuropa. Die Amerikaner Brad und Jeff Dope waren aus ihrer Heimatstadt in das alte Europa gereist und trafen nun dort eine kleine Band aus Deutschland, die in einem alten Bus durch die Gegend tourte und sich mit Gelegenheitsauftritten in ganz Europa über Wasser hielt. Die Chemie zwischen den Jungs aus Berlin und denen aus Seattle stimmte perfekt und die US-amerikanischen Musiker schlossen sich der Combo an. Die Gründung von Pothead war damit vollzogen und man machte sich auf den Weg zurück nach Deutschland. Im Oktober 1992 spielte die Grunge-Band erste Auftritte in der deutschen Hauptstadt, wobei sie als Quartett auftraten. Der Besetzung des vierten Musikers wechselte ständig. Schon ein Jahr später veröffentlichten die Jungs von Pothead ihre erste Platte, auf der sie verschiedene Demo-Aufnahmen, die sich in der vergangenen Zeit gesammelt hatten, vereinten und zusammenstellten. Sie gaben dem Album den Namen "USA" und steigerten ihren Bekanntheitsgrad schon jetzt enorm. Doch ein Schlagzeuger fehlte noch immer, was sie zunächst dazu veranlasste, bei der Arbeit zu ihrem zweiten Album "Rumely Oil Pot" auf die Fähigkeiten eines Drum-Computers zurück zu greifen. Allerdings merkten Pothead schnell, dass ein solches Gerät die Fähigkeiten eines echten Musikers kaum ersetzen konnte. Per Anzeige suchte die Band nun einen Schlagzeuger, den sie in Person des Drummers Sebastian Mayer schnell fanden. Als Trio nahm Pothead nun das Album "Desiccated Soup" auf, das 1995 auf den Markt gebracht wurde und dem schnell große Beachtung in der Szene geschenkt wurde. Um im gesamten Business Fuß fassen zu können, überließen die jungen Musiker der EFA ab diesem Zeitpunkt den Vertrieb ihrer Platten. Doch die Zusammenarbeit lief nicht glatt, da man sich untereinander nicht einig werden konnte. Das Album "Learn to hypnotize!" wurde in Folge dessen nicht einmal veröffentlicht und die Verbindung wurde getrennt. Auch die nächste Plattenfirma Semaphore war kein Glücksgriff, da diese Konkurs anmelden musste. 1999 war die Entscheidung, es bei Sony BMG zu versuchen, absolut richtig. Seitdem haben Pothead diverse alte Alben erfolgreich neu veröffentlicht, auch eine DVD kam auf den Markt.
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