Nina Hagen Portrait
Catherina? In der Öffentlichkeit ist sie als Nina Hagen berühmt und auch berüchtigt. Am 11. März kam die Tochter von Eva-Maria und dem Drehbuchautor Hans Hagen in Berlin-Friedrichshain (also in Ost-Berlin) auf die Welt. Der Liedermacher Wolf Biermann wurde für sie später zum Ziehvater.
Ihre Bemühungen, in die Fußstapfen der Mutter zu treten, kriegten 1972 erst einmal einen Dämpfer - Nina fiel bei Schauspielschule durch die Aufnahmeprüfung. Dafür lief ihre Gesangsausbildung gut, sie sang mit verschiedenen Bands in Polen und schließlich mit dem "Orchester Alfons Wonneberg". Doch dann sattelte sie wieder um, kam zur Band "Automobil" und erreichte mit dem (noch heute bekannten) Titel "Du hast den Farbfilm vergessen" Aufmerksamkeit. Schon ein Jahr später wechselte sie erneut ihre Band, trat nun mit "Fritzens Dampferband".
Als sich Nina Hagen 1976 mit dem ausgebürgerten Wolf Biermann solidarisch erklärte, manövrierte sie sich ins Abseits und verließ schließlich die DDR - Richtung Großbritannien. 1977 ging es zurück nach Berlin - im Westteil gründete sie die "Nina Hagen Band". Genau wie die Gruppe hieß das erste gemeinsame Album. Es kam dennoch zur Krise zwischen den Musikern und Nina, das zweite Album "Unbehagen" nahmen sie getrennt voneinander auf. Es war das erfolgreichste der Künstlerin. In Deutschland kam "Unbehagen" auf Rang 2 der Charts. Die Band ging in den 80ern unter dem Namen "Spliff" eigene Wege.
Sehr rührig veröffentlichte die Punktlady in den folgenden Jahren zahlreiche weitere Alben: "Nunsexmonkrock", "Angstlos", "In Ekstase", "Nina Hagen", "Street", "Evolution Ballroom" und "Freud Euch".
Abseits der Musikbühnen machte Nina Hagen aber auch mit UFO-Theorien und ihrem intensiven öffentlichen Nachdenken über Religionen von sich reden. So spiegelten sich auch in ihrer 1999 veröffentlichten CD "Om Namah Shivay" die von ihr geliebten spirituellen Einflüsse aus Indien wieder.
Es folgten weitere Alben: "Return of the Mother", "Live in Krefeld", "Nina Hagen Big Band Explosion" und "Irgendwo auf der Welt".
2004 erhielt sie die Eins Live Krone für ihr Lebenswerk und den BZ-Kulturpreis.
Auch als Schauspielerin trat Nina Hagen immer wieder in Erscheinung: Erstmals 1974 im "ABC der Liebe". Weitere Auftritte gab es in "Junge, heute ist Freitag", "Cha Cha", "Bildnis einer Trinkerin", "Lilien in der Bank", "The Nightmare Before Christmas", Tatort (1997), "Sci Fi", "Nina Hagen + Punk + Glory", "Family Story: The Hagens", "Om Gottes Willen", "Chihiros Reise ins Zauberland " (als Synchronsprecherin), "7 Zwerge - Männer allein im Wald" und "7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug ". 2006 war sie Poststars-Jury-Mitglied.
Hagen war zumeist mit jüngeren Männern liiert. Sie hat zwei Kinder: Cosma Shiva und Sohn Otis.
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