N.E.R.D Biographie
N.E.R.D
"Was ist N.E.R.D.? N.E.R.D steht für No One Ever Really Dies. Wir SIND die Neptunes und N.E.R.D ist, was wir TUN. Das ist unser Leben. N.E.R.D ist eine Glaubenssache. Leute ziehen ihre Energie aus ihrer Seele. Kann sein, dass die sich in alle Richtungen zerstreut, wenn sie sterben, doch sie wird nicht zerstört. Energie kann nicht zerstört werden. Sie kann sich auf unterschiedliche Weise manifestieren, aber auch ist es so, dass ihre Seelen irgendwo hinwandern und die Energie geht mit. Ganz egal, ob in den Himmel oder die Hölle oder in irgendeinen Nebel, oder sie lauert an einem unbekannten Platz in der Atmosphäre. Aber sie geht irgendwo hin." Pharrell Williams
Pharrell Williams und Chad Hugo von den Neptunes sind das revolutionärste Produzententeam der modernen Popmusik seit Quincy Jones und Rod Tempterton, die die Musik eines jungen Mannes namens Michael Jackson ausstaffierten. Mit ihren digitalen Produktionsmitteln, ihrer großen Phantasie und ihren klaren Vorstellungen haben sie auf ihrem Hip-Hop-Fundament die Ingredienzien des Pop entfesselt und so ohne viel Aufhebens einen Hit nach dem anderem abgefeuert - egal ob Rap (Jay-Z, Busta Rhymes u.a.), R&B (Usher, Babyface), Pop (Britney Spears, Justin Timberlake) oder Rock (No Doubt).
Aber N.E.R.D ist nicht die Neptunes. N.E.R.D ist ein wilder Spross der Neptunes-Identität, ein friss-oder-stirb-alter-Ego zum Austoben, das sich keinem Konzept fügt und keine Regeln befolgt. N.E.R.D, das sind Pharrell, Chad und Shay - eine Trio, dessen Chemie die ungehemmte Erforschung von Sounds, Emotionen, aber auch von Impulsen aus Gesellschaft, Identität und Besitz erlaubt. Direkt aus dem Leben also.
"Fly Or Die", das zweite N.E.R.D-Album, macht dort weiter, wo "In Search Of..." aufgehört hat. "Das ist eine echte Evolution", erklärt Shay. "Wir haben diese ganze Dimension von Leben und Musik auf ,In Search Of...' schon berührt, aber das war nur der Anfang. Das waren nur die Türen in eine andere Dimension. Und jetzt sind wir angekommen."
Aus musikalischer Sicht nimmt "Fly Or Die" die frei schwebende Sensibilität seines Vorgängers wieder auf. Ein unterbewerteter Aspekt des Neputunes-Erfolgsrezepts ist das melodische und sorgfältig gefertigte Songwriting, das man in ihrem Hit-Sperrfeuer findet - im Einfachen steckt das Komplexe. Die Songs auf "Fly Or Die" zeigen unterschiedlichste Einflüsse, die auf das Trio einwirkten: vom klassischen Rock über Beatles-Pop bis zu altem Funk und New Wave. Hier haben sie den Raum geschaffen, in dem Musikstile als wirkliche Einflüsse wirken, statt als bloße Partitur des nächsten Retro-Revivals. "Ich glaube wir haben eine Menge vom ersten Album gelernt und uns hier ein bisschen weiter geöffnet", erklärt Chad. "Ich glaube wir kommen hier an Orte, die wir bisher noch nicht erreicht haben."
Ursprünglich hatte "In Search Of..." die schon bekannten digitalen Farben, die die Neptunes-Produktionen für andere Künstler ausmachten. Genauer betrachtet sollte N.E.R.D natürlich, wenn es anders sein sollte als die Neptunes, sich auch vom Sound her unterscheiden. Also verwarf die Gruppe die ersten Aufnahmen (sie wurden später nur in Großbritannien veröffentlicht) und engagierten die Band Spymob - vom Neptunes-Label "Star Trak Records" -, um ihren neuen Sound zu artikulieren. Die Live-Instrumentierung gibt's auch auf "Fly Or Die" - aber ohne Spymob. Dieses Mal spielen Pharrell und Chad alle Instrumente. "Wir haben bei allem, was wir gemacht haben, immer auch die Instrumente selbst gespielt, in letzter Zeit haben wir sie allerdings meist programmiert", sagt Chad. "Bei den Arbeiten an ,Fly Or Die' haben wir uns aber entschieden, die Instrumente live einzuspielen und es dabei belassen. Das ist ehrlicher, und außerdem kennen die Leute diese Seite von uns bisher noch nicht."
Auch textlich änderte die Band ihre Perspektive. Pharrell beschäftigt sich stärker mit der Seite seiner Persönlichkeit, die die Leute normalerweise nicht zu sehen bekommen. "Er ist im wahren Leben viel eigenartiger als er in Videos oder in den Songs für andere Leute rüberkommt", sagt Chad. Shay bestätigt: "Er ist ein bisschen exzentrischer, und bei N.E.R.D kann er das ausleben."
Einer der hervorstechenden Tracks des Albums ist das Titelstück: ein tief empfundener Song über einen Teenager, der sich mit den wahren Themen und Entscheidungen des Lebens konfrontiert sieht. "Mommy, daddy, I know you love me/ But if bad grades... Playstation... restriction, you take it from me/ But God forbid that something goes wrong, you call the police/ Well, guess what I found in the drawer of daddy's", singt Pharrell. ",Fly Or Die' handelt von Entscheidungen", sagt Shay. "Er hat den Engel auf der einen Schulter und den Teufel auf der anderen und er versucht einfach den rechten Weg zu finden."
"Thrasher" ist thematisch nicht so konfliktgeladen. Es geht um einen Typen, der sich jeden Tag mit einem Gegner rumschlagen muss, und den Konfrontationen und der Wut, die unter der stillen Oberfläche lauert.
"Wir dachten an ,Shook Ones' von Mobb Depp", sagt Shay. "Rock hat diese Art von Vibe normalerweise nicht. Als ich ,Shook Ones' damals in den 90ern in einem Club hörte, hatte ich eine Todesangst. Ich war buchstäblich geschockt. Das ist die Stimmung, die wir einfangen wollten."
Wenn sich viele der Songs hier mit Angstzuständen, Unannehmlichkeiten und Antrieben während des Erwachsenwerdens beschäftigen, ist das kein Zufall. "Wir haben diese Songs nicht so geschrieben, weil wir von der High School besessen sind", lacht Chad. "Aber es gibt Erinnerungen an diese Zeit, die unser weiteres Leben stark beeinflusst haben, und das kommt hier ganz natürlich raus." Shay fügt etwas prägnanter hinzu: "Wenn man ehrlich ist, waren das wohl einige der besten Jahre unseres Lebens."
Und genau dort bewegt sich N.E.R.D - in der Zeit-Verkrümmung, wo Grenzen, Schranken und Linearität vor der Offenheit der Wahrheit zusammenbrechen. Denn im Leben gibt es zwei Wege, zwischen denen man wählen kann, aber nur eine Richtung, in die man gehen kann - man hat (k)eine Wahl: "Fly Or Die".
Pharrell Williams und Chad Hugo von den Neptunes sind das revolutionärste Produzententeam der modernen Popmusik seit Quincy Jones und Rod Tempterton, die die Musik eines jungen Mannes namens Michael Jackson ausstaffierten. Mit ihren digitalen Produktionsmitteln, ihrer großen Phantasie und ihren klaren Vorstellungen haben sie auf ihrem Hip-Hop-Fundament die Ingredienzien des Pop entfesselt und so ohne viel Aufhebens einen Hit nach dem anderem abgefeuert - egal ob Rap (Jay-Z, Busta Rhymes u.a.), R&B (Usher, Babyface), Pop (Britney Spears, Justin Timberlake) oder Rock (No Doubt).
Aber N.E.R.D ist nicht die Neptunes. N.E.R.D ist ein wilder Spross der Neptunes-Identität, ein friss-oder-stirb-alter-Ego zum Austoben, das sich keinem Konzept fügt und keine Regeln befolgt. N.E.R.D, das sind Pharrell, Chad und Shay - eine Trio, dessen Chemie die ungehemmte Erforschung von Sounds, Emotionen, aber auch von Impulsen aus Gesellschaft, Identität und Besitz erlaubt. Direkt aus dem Leben also.
"Fly Or Die", das zweite N.E.R.D-Album, macht dort weiter, wo "In Search Of..." aufgehört hat. "Das ist eine echte Evolution", erklärt Shay. "Wir haben diese ganze Dimension von Leben und Musik auf ,In Search Of...' schon berührt, aber das war nur der Anfang. Das waren nur die Türen in eine andere Dimension. Und jetzt sind wir angekommen."
Aus musikalischer Sicht nimmt "Fly Or Die" die frei schwebende Sensibilität seines Vorgängers wieder auf. Ein unterbewerteter Aspekt des Neputunes-Erfolgsrezepts ist das melodische und sorgfältig gefertigte Songwriting, das man in ihrem Hit-Sperrfeuer findet - im Einfachen steckt das Komplexe. Die Songs auf "Fly Or Die" zeigen unterschiedlichste Einflüsse, die auf das Trio einwirkten: vom klassischen Rock über Beatles-Pop bis zu altem Funk und New Wave. Hier haben sie den Raum geschaffen, in dem Musikstile als wirkliche Einflüsse wirken, statt als bloße Partitur des nächsten Retro-Revivals. "Ich glaube wir haben eine Menge vom ersten Album gelernt und uns hier ein bisschen weiter geöffnet", erklärt Chad. "Ich glaube wir kommen hier an Orte, die wir bisher noch nicht erreicht haben."
Ursprünglich hatte "In Search Of..." die schon bekannten digitalen Farben, die die Neptunes-Produktionen für andere Künstler ausmachten. Genauer betrachtet sollte N.E.R.D natürlich, wenn es anders sein sollte als die Neptunes, sich auch vom Sound her unterscheiden. Also verwarf die Gruppe die ersten Aufnahmen (sie wurden später nur in Großbritannien veröffentlicht) und engagierten die Band Spymob - vom Neptunes-Label "Star Trak Records" -, um ihren neuen Sound zu artikulieren. Die Live-Instrumentierung gibt's auch auf "Fly Or Die" - aber ohne Spymob. Dieses Mal spielen Pharrell und Chad alle Instrumente. "Wir haben bei allem, was wir gemacht haben, immer auch die Instrumente selbst gespielt, in letzter Zeit haben wir sie allerdings meist programmiert", sagt Chad. "Bei den Arbeiten an ,Fly Or Die' haben wir uns aber entschieden, die Instrumente live einzuspielen und es dabei belassen. Das ist ehrlicher, und außerdem kennen die Leute diese Seite von uns bisher noch nicht."
Auch textlich änderte die Band ihre Perspektive. Pharrell beschäftigt sich stärker mit der Seite seiner Persönlichkeit, die die Leute normalerweise nicht zu sehen bekommen. "Er ist im wahren Leben viel eigenartiger als er in Videos oder in den Songs für andere Leute rüberkommt", sagt Chad. Shay bestätigt: "Er ist ein bisschen exzentrischer, und bei N.E.R.D kann er das ausleben."
Einer der hervorstechenden Tracks des Albums ist das Titelstück: ein tief empfundener Song über einen Teenager, der sich mit den wahren Themen und Entscheidungen des Lebens konfrontiert sieht. "Mommy, daddy, I know you love me/ But if bad grades... Playstation... restriction, you take it from me/ But God forbid that something goes wrong, you call the police/ Well, guess what I found in the drawer of daddy's", singt Pharrell. ",Fly Or Die' handelt von Entscheidungen", sagt Shay. "Er hat den Engel auf der einen Schulter und den Teufel auf der anderen und er versucht einfach den rechten Weg zu finden."
"Thrasher" ist thematisch nicht so konfliktgeladen. Es geht um einen Typen, der sich jeden Tag mit einem Gegner rumschlagen muss, und den Konfrontationen und der Wut, die unter der stillen Oberfläche lauert.
"Wir dachten an ,Shook Ones' von Mobb Depp", sagt Shay. "Rock hat diese Art von Vibe normalerweise nicht. Als ich ,Shook Ones' damals in den 90ern in einem Club hörte, hatte ich eine Todesangst. Ich war buchstäblich geschockt. Das ist die Stimmung, die wir einfangen wollten."
Wenn sich viele der Songs hier mit Angstzuständen, Unannehmlichkeiten und Antrieben während des Erwachsenwerdens beschäftigen, ist das kein Zufall. "Wir haben diese Songs nicht so geschrieben, weil wir von der High School besessen sind", lacht Chad. "Aber es gibt Erinnerungen an diese Zeit, die unser weiteres Leben stark beeinflusst haben, und das kommt hier ganz natürlich raus." Shay fügt etwas prägnanter hinzu: "Wenn man ehrlich ist, waren das wohl einige der besten Jahre unseres Lebens."
Und genau dort bewegt sich N.E.R.D - in der Zeit-Verkrümmung, wo Grenzen, Schranken und Linearität vor der Offenheit der Wahrheit zusammenbrechen. Denn im Leben gibt es zwei Wege, zwischen denen man wählen kann, aber nur eine Richtung, in die man gehen kann - man hat (k)eine Wahl: "Fly Or Die".



