Mark Medlock Biographie
Mark Medlock
Wenn man einen Wettbewerb von Anfang an derart souverän beherrscht wie Mark Medlock die vierte Staffel der RTL-Erfolgsshow „Deutschland sucht den Superstar“, muss man Eigenschaften und Fähigkeiten besitzen, die weit über das gewöhnliche Maß hinaus gehen. Zur Erinnerung: Der 28-jährige Frankfurter hatte nicht nur in allen DSDS-„Mottoshows“ unangefochten den ersten Platz im ständig kleiner werdenden Teilnehmerfeld belegt, im Final-Telefonvoting am 5. Mai 2007 gaben ihm mehr als Dreiviertel (!) aller Anrufer ihre Stimme. Eine Favoritenrolle, die der Sänger selbst während des Konkurrenzkampfs allerdings kaum wahrnahm. „Bis kurz vor Ende habe ich mich so darauf konzentriert, meinen Job zu machen, dass mir das nicht bewusst war“, erinnert sich Mark. „Wenn man da so mittendrin ist, hat man das nicht so im Kopf, sondern will nur einen möglichst guten Auftritt hinlegen.“ Ein Vorhaben, das ihm ganz offensichtlich ohne Ausnahme glänzend gelang. Eine plausible Erklärung für seinen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg, in dessen Verlauf er sich zunächst unter rund 30.000 Bewerbern einen Platz unter den zehn besten Sängerinnen und Sängern Deutschlands erkämpfen musste, hat der Hesse allerdings mittlerweile parat. „Ich bin mir sicher, dass den Leute meine ehrliche Art, mein offenes Auftreten und mein verrücktes Aussehen gefällt“, erklärt er. Dass der Sohn des aus Georgia stammenden Afroamerikaners Lauria Medlock und seiner deutschen Ehefrau Monika (beide mittlerweile verstorben) allerdings weit mehr zu bieten hat als gelebte Außenseiter-Authentizität, crazy Outfit-Ideen und kecke Sprüche, zeigte er bereits bei den ersten Castings. Mit einer Stimme, mit denen er den Songs seiner Idole Barry White, Marvin Gaye und Lionel Richie Ehre nicht nur jederzeit gerecht wurde sondern den legendären Soulklassikern überdies neues Leben einhauchte, überzeugte und fesselte er sowohl die DSDS-Jury Dieter Bohlen, Heinz Henn und Anja Lukaseder als auch Millionen von Fernsehzuschauern. Auf den Gedanken, an dem bundesweiten Sänger-Wettstreit teilzunehmen, war Mark Medlock angesichts seiner prekären wirtschaftlichen Situation gekommen, in der sich der Hartz-IV-Empfänger im DSDS-Bewerbungszeitraum befand. Seit dem Ende seiner Schulzeit, die er 1990 abgebrochen hatte, um seine erkrankte Mutter zu pflegen, hatte er sich mit Gelegenheitsjobs als Kranken- und Altenpfleger, in Gärtnereien, Hotelküchen und bei der Müllabfuhr finanziell über Wasser gehalten. Im vergangenen Jahr war allerdings ein Level an Hoffnungslosigkeit erreicht, dass ihn alle Bedenken, an einem Casting zu „Deutschland sucht den Superstar“ teilzunehmen, vergessen ließ. Freunde und Bekannte, die um sein gesangliches Ausnahme-Talent wussten, ermutigten ihn, die offensichtliche Befähigung für eine Teilnahme zu nutzen - zunächst verfolgte er die letztjährige dritte Staffel der RTL-Show allerdings lediglich am Fernseher. Trotz seiner 28 Jahre, die ihn im Teilnehmerfeld zu einem der Ältesten machten (Final-Konkurrent Martin Stosch war z.B. zwölf Jahre jünger), hätte eine Mitwirkung in einer der früheren DSDS-Ausgaben nach Marks Dafürhalten allerdings nur wenig Sinn gemacht. „In diesem Jahr war das Motto für mich: ‚Jetzt oder nie’. Wenn der Löffel erst in den Keller gefallen ist, hat man auch diesen gewissen Kick, den man braucht, so eine Sache durchzuziehen“, sagt der Frankfurter heute. Gesagt, getan. Trotz seines selbstbewusst-lockeren Auftretens, von dem sich „andere eine Scheibe abschneiden könnten“ (Mark), verspürte der Sänger dann allerdings doch Angst, Juror Dieter Bohlen gegenüber zu treten. Die Begegnung mit dem Pop-Titan sollte jedoch für beide zu einem unvergesslichen Moment werden. „Ich war ja schon immer scharf drauf, den Typen kennen zu lernen“, gibt der DSDS-Sieger unumwunden zu. „Und ich muss sagen: Dieter ist charakterlich einfach obergeil und ich habe sehr großen Respekt vor ihm und vor dem, was er in seinem Leben erreicht hat.“ Auch für den Erfolgs-Produzent, -Songwriter und –Musiker Bohlen, der in seiner über 25-jährigen Karriere so manches Talent erlebt hatte, war sofort klar, dass er mit Mark Medlock eine absolute Ausnahmeerscheinung vor sich hatte. „Dieser Wahnsinn“, erinnert sich der DSDS-Juror, „der kam da rein, wirklich schon völlig am Boden. Halbfarbiger, und sagte in der ersten Sendung: Ich bin schwul. Da hab ich so gedacht, ey, willst du unbedingt jetzt gleich alle Menschen gegen dich haben?“ Doch genau der umgekehrte Effekt sollte sich einstellen: Die Zuschauer schlossen den hessischen Underdog mit der tiefschwarzen Stimme und dem losen Mundwerk in ihr Herz und kürten ihn zu Deutschland neuem Superstar. Nachdem sein Beitrag zum „Power Of Love“-Album der DSDS Top 10 (= die zehn Finalisten des Wettbewerbs: Francisca Urio, Lisa Bund, Julia Falke, Jonathan und Thomas Enns, Max Buskohl, Lauren Talbot, Laura Martin, Martin Stosch und natürlich Medlock), die Coverversion des Lionel-Richie-Song „Endless Love“ unüberhörbar zu den Highlights des Media-Control-Top-3-Longplayers gezählt hatte, erschien mit „Now Or Never“ am 11. Mai endlich Marks Solo-Debütsingle. Geschrieben und produziert wurde die großartige Ballade von Dieter Bohlen, der in der Vergangenheit bereits die DSDS-Teilnehmer Alexander Klaws und Daniel Küblböck mit Nummer-Eins-Hits („Take Me Tonight“, „Free Like The Wind“ und „You Drive Me Crazy“) ausgestattet hatte. Bohlen, mit über 160 Millionen verkauften Tonträgern einer der erfolgreichsten deutschen Musikproduzenten aller Zeiten, ließ es sich nicht nehmen, selbst mit dem Sänger zu arbeiten – dem er eine große Zukunft prophezeit: „Da passt alles. Ein absoluter Glücksfall.“ Auch Mark selbst geht – wie zahlreiche fachkompetente Beobachter auch - von einer langfristigen Verweildauer in den oberen Chart-Regionen aus. Sein Rezept: „Man muss ganz einfach bleiben, wie man ist. Man muss an seine Träume glauben. Ich freue mich, dass ich diese Chance habe und werde sie nutzen.“ Dabei gilt sein einziges Interesse der musikalischen Qualität, die wirtschaftlichen Begleiterscheinungen klammert er ganz bewusst aus. „Man darf nicht abheben und zuerst aufs Konto schauen. Was zählt, ist die Musik. Und man darf nicht vergessen, wo man herkommt und wie man vor dem Sieg gelebt hat.“ Das bedeutet allerdings nicht, dass er die neuen Annehmlichkeiten nicht zu schätzen wüsste. „Es ist zwar sehr ungewohnt für mich aber auch toll, wenn sich so viele Menschen darum kümmern, dass es mir gut geht. Wenn jemand dafür sorgt, dass ich in Luxus-Hotels wohne, zu Essen bekomme und durch die Gegend chauffiert werde“, berichtet er. „Es ist aber auch klar, dass ich jetzt nicht in einer Holzhütte wohnen kann – ich geb’ mir halt das volle Programm und genieße die Zeit. Da kann man dann auch gut mit dem Stress fertig werden, der jetzt natürlich herrscht.“ Keine Frage: Das volle Programm bedeutet neben Hotelsuiten und Limosinen-Service in den Wochen nach dem Triumph natürlich Interviews für Presse, im Radio und im Fernsehen geben, Videos drehen, Fotos machen, Autogramme schreiben und – das erste eigene Album aufnehmen. Wie bereits die Single „Now Or Never“ entstehen auch die Songs des (noch unbetitelten) Medlock-Erstlings in enger Zusammenarbeit mit Dieter Bohlen. Die musikalische Ausrichtung ist schnell umrissen: Schlicht und einfach „Mark-Style“ lautet für den DSDS-Sieger die offizielle Genre-Zuordung. „Das Album wird natürlich soulige Songs enthalten, geprägt von meiner tiefen Stimme“, erklärt er, „und auch wenn musikalisch von allem ein bisschen enthalten sein wird, steht Mark doch immer an erster Stelle.“ Wer auf eine textliche Verarbeitung seiner widrigen Vergangenheit in eigenen Worten hofft, muss sich allerdings noch ein wenig gedulden – zunächst möchte Medlock mit den Abläufen professioneller Studioarbeit vertraut werden und die Arbeitsweise erfolgreichen Songwriting und Produzierens kennen lernen. Und bei wem könnte er dies besser als beim erfolgreichsten Pop-Produzenten unserer Tage: Dieter Bohlen.
Zu seinen letztem Jahr:
2007 war Mark Medlocks Jahr. Erst gewann er haushoch die
diesjährige DSDS Staffel und im Anschluss fanden alle
CD-Veröffentlichungen den Weg zur Spitze der Charts. Der
sympathisch-verrückte Underdog Mark Medlock, der sich an der Seite von
Mentor und Chartpop-Ikone Dieter Bohlen zum erfolgreichsten
DSDS-Absolventen aller Zeiten aufschwang, im Final-Telefonvoting am 5.
Mai 2007 gaben ihm mehr als Dreiviertel aller Anrufer ihre Stimme,
zählt mittlerweile im Musik-, Glamour- und Entertainment-Bereich ohne
Zweifel zu den Big Playern. Als erstem "Superstar"-Sieger gelang es dem
30-jährigen Frankfurter nicht nur, sich souverän mit den ersten beiden
Singles, der Traumballade "Now Or Never" und dem Sommerhit des Jahres
"You Can Get It", an die Spitze der deutschen Charts zu setzen, sondern
auch das Kunststück, mit der zweiten Hitsingle den Erfolg des Debüts
sogar noch zu übertreffen. Man müsste zweifellos lange und gründlich
suchen, um einen deutschen Act ausfindig zu machen, dem dies einmal
gelungen wäre.
Am 5. Mai jährte sich Mark Medlocks
"Deutschland sucht den Superstar"-Finalsieg zum ersten Mal. Eine gute
Gelegenheit, die vergangenen zwölf Monate einmal in Zahlen Revue
passieren zu lassen: Über eine Million verkaufte Tonträger, drei
Nummer-Eins-Hits und ein Nummer-Eins-Album, ein halbes Dutzend Gold-
und Platin-Auszeichnungen, ein ECHO-Award ("Newcomer des Jahres
national") - ganz ohne Zweifel die märchenhafte Bilanz eines wirklichen
Superstars. Und auch der Start ins zweite Jahr gestaltet sich mehr als
vielversprechend: Marks neue Single "Summer Love" schoss sofort nach
Veröffentlichung auf Position eins der deutschen Charts und am 30. Mai
erschien mit "Cloud Dancer" das dritte Medlock-Album. Wie die
bisherigen beiden Longplayer "Mr. Lonely" und "Dreamcatcher" entstanden
auch die neuen Stücke in der bewährten Zusammenarbeit Mark Medlock /
Dieter Bohlen. Für den Produzenten, Texter und Komponisten markiert
"Summer Love" übrigens ein weiteres, bemerkenswertes Chart- Jubiläum:
Es ist der fünfzehnte (!) von Bohlen geschriebene Nummer-Eins-Hit in
Deutschland.
Die Aufnahmen zu "Cloud Dancer" verliefen
wesentlich routinierter und reibungsloser als je zuvor - eine
Entwicklung, die Mark u.a. seinen Tour-Erfahrungen verdankt. "Wenn man
jeden Abend auftritt, lernt man ziemlich viel: wie man mit seiner
Stimme umgeht, wie man seine Atmung anders einteilt usw. Das war schon
ein hartes Programm, diese zwei Monate auf Tournee. Aber es hat sich
gelohnt: Dieter hat vor Begeisterung im Studio getobt und gejubelt."
Doch trotz aller Strapazen und Extrem-Belastungen für die Stimme ist
die einzige Sache, die er bei seiner nächsten Tour anders machen würde,
die Länge der Konzertreise. "Wenn es nach mir ginge, könnte die nächste
Tour ruhig doppelt so lang sein", erklärt er ohne zu zögern. Welch
großen Spaß Mark Medlock mit seiner Band auf der Bühne hatte, kann man
auf der DVD erleben, die dem neuen Album beiliegt: Darauf ist der
triumphale Auftritt in seiner Heimatstadt Offenbach enthalten - ein
ganz besonderes Highlight für den Hessen. "Es war einfach ein geiles
Konzert - mit 4000 Offenbachern!" Neben dem Konzertmitschnitt gibt es
auf der DVD noch ein Interview und einen Backstage-Bericht.
Das erklärte Lieblingsstück des DSDS-Siegers auf "Cloud Dancer" trägt den
Titel "Gimme A Chance", den Medlock als "persönlich von Dieter für mich
geschriebenen Oldie" bezeichnet. Der "Oldschool-Song" (Medlock) ist
deshalb einer der Favoriten des Sängers als Follow-Up-Single zum
aktuellen Uptempo-Hit "Summer Love", dessen Videoclip bei einem
dreitägigen Aufenthalt auf Kuba entstanden war. Eindrücke von der Reise
finden sich auch auf dem Cover und Booklet des Albums. Allzu neidisch
sollten die Daheimgebliebenen jedoch nicht sein, denn an Freizeit war
im Rahmen des Trips kaum zu denken. "Das war ganz bestimmt kein
Urlaub", stöhnt Mark, "ich habe bei 35 Grad x-mal Summer Love' gesungen
- und das ohne dass mein Gesicht zusammengerunzelt ist!" Dennoch konnte
der Sänger auch einen persönlichen Eindruck der Lage im
Karibik-Inselstaat machen: "Es ist schon traurig, dass man diesem Land
nicht hilft. Das ist wie eine Geisterstadt, mit Menschen, die
versuchen, dort zu überleben. Aber mit diesen Menschen meinen Clip zu
drehen - das war wirklich großartig."
Seine anhaltende
Popularität sieht Mark in einer Vielzahl von Gründen begründet: "Meine
Stimme, meine Fanbase, die Unterstützung meines Managements und die
Kraft und das Vertrauen, das Dieter Bohlen in mich steckt - das alles
macht meinen Erfolg aus", erklärt er. Die Ambition, den Kontakt zu
seinen Anhängern persönlich aufrecht zu erhalten, musste der Sänger
allerdings mittlerweile stark einschränken - gar zu groß ist die Zahl
seiner Fans und deren Begehrlichkeiten. "Derzeit halte ich mich aus dem
Internet und den Bobbelsche-Armee'-Sachen bewusst ein bisschen raus",
sagt Mark. "Wenn ich anfange zu schreiben, sind da sofort 6000 Leute am
Start und mein Laptop stürzt ab, das ist ganz einfach nicht zu
bewältigen. Keine Frage: Ich LIEBE meine Bobbelsche Armee, aber ich
muss als Künstler auch ein wenig vorsichtig sein. Das fängt an mit
Mailen, geht dann weiter mit Anrufen, mit Geschenken und dann
klingelt's dauernd an der Tür. Da muss es natürlich Grenzen geben."
Nachdem Mark noch für den Titel des zweiten Albums "Dreamcatcher" zuständig
gewesen war, kam die Reihe nun wieder an Bohlen. "Mir ist wirklich
überhaupt nichts eingefallen", gibt Mark zu, "und ich war auch sehr im
Stress. Dann hat Dieter mir die Namen ?Cloud Dancer' und Black Heart
oder so vorgeschlagen. Und da ich so auf die verträumten Sachen stehe,
habe ich mich für ersteren entscheiden. Ich bin halt einfach ein
kleiner " Wolkentänzer"."
Seine Erfolge:
1x Platin für Now or Never (Deutschland)
1x Gold für Now or Never (Österreich)
1x Platin für Mr. Lonely ( Deutschland)
1x Gold für Mr. Lonely (Österreich)
1x Gold für Mr. Lonely (Schweiz)
1x Platin für You can get it mit D. Bohlen (Deutschland)
1x Gold für Dreamcatcher (Deutschland)
1 Echo für „bester Newcomer national“
1 Comet für bester Newcomer
1x Gold für Summer Love (Deutschland)
Mehr Informationen zu Mark Medlock
1 Kommentare zu Mark Medlock Biographie
| Autor | Kommentar |
|---|---|
quitschel25.06. 17:37 Uhr |
respecktmark hat sehr viel vor dsds duchmachen müssen und das verdient sehr viel respekt |




