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Mariah Carey Biographie

Mariah Carey

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Bereits als Zweijährige, so die Legende, soll die kleine Mariah ihrer Mutter, einer Opernsängerin, bei Textproblemen zu Verdi's "Rigoletto" auf die Sprünge geholfen haben. Wundert es da, dass aus diesem Wunderkind dank über 100 Millionen verkaufter Tonträger die erfolgreichste Popsängerin der 90er Jahre werden sollte?

Das Popmärchen der besonderen Art nimmt 1970 mit der Geburt in New York seinen Anfang. Von der Mutter gibt's Gesangsunterricht und während der Schulzeit versucht sich Mariah als Backgroundsängerin. Mit 16 verlässt sie die Schule, arbeitet kurzzeitig als Kellnerin und schreibt gemeinsam mit Ben Margulies, einem Freund ihres Bruders, Songs und verschickt Demobänder. Eines dieser Tapes gelangt über Brenda K. Starr, einer befreundeten Sängerin, zu dem Columbia-Manager Jimmy Mottola. Von der wandlungsfähigen, technisch perfekten Stimme Mariahs beeindruckt, nimmt er ab 1988 ihre Karriere in die Hand. Zunächst verpflichtet er mit Narada Michael Walden, Rie Wake und R. Lawrence drei ausgesprochene Soul-Experten als Produzenten und schickt sie zusammen für ein Jahr in Studio-Klausur.

Anschließend folgt ein Auftritt vor dem Kongress der US-Schallplattenhändler sowie diverse Fernsehauftritte - und los geht's mit dem kalkulierten Verkaufserfolg. Bereits die drei ersten Singles landen auf Platz Eins der US-Charts, die LP "Mariah Carey" verkauft sich sechs Millionen Mal und heimst zwei Grammies ein. Auch bei den folgenden Platten liegen die Umsätze in ähnlicher Größenordnung. Tommy Mottola, der zwischenzeitlich zum Präsidenten von Sony Music aufgestiegen ist, wird 1993 ihr Ehemann.

Die Schattenseiten des Erfolges lassen nicht lange auf sich warten: zunächst präsentiert Ben Margulies einen von ihr früher unterschriebenen Vertrag, der ihm fast die Hälfte aller Einnahmen an den Songs garantiert. Außerdem wird sie als billiger Abklatsch von Whitney Houston bezeichnet, da ausgestattet mit dem gleichen süßlichen Timbre und einem ähnlichen Songaufbau. Ihre vierte LP "Music Box" bezeichnet der Melody Maker bösartig als "schmalziger Rock für Erwachsene". Im Frühjahr 1997 lässt sie sich von Tony Mottola scheiden, was ihrer Karriere nicht allzuviel anhaben kann. Auffällig ist allenfalls, dass sie seither versucht, das Image des konturlosen Pop-Püppchens abzustreifen, hin zum begehrenswerten Weibsbild. Die phototechnische Verlängerung ihrer Beine auf neueren Bildern zeugt ebenso hiervon, wie einige kleinere öffentliche Affären.

Ende 1998 kommt es dann zum "Duell der Giganten": Zusammen mit Whitney Houston singt Mariah den Track "When You Believe" ein, der auf dem Soundtrack zum Film "Prinz von Ägypten" erscheint (und auf ihrem #1's-Album). Angeblich haben die Produzenten der jeweils anderen erzählt, dass die andere bereits zugesagt habe - wer weiß ... Das Lied gewinnt den Oscar 1999 für den besten Filmsong. Allerdings geht die Trophäe nicht an die Interpretinnen, sondern an den Komponisten und Texter Stephen Schwarz (Pocahontas).

Als Person der Zeitgeschichte wird Mariah Carey von lästigen Reportern immer wieder zu den unmöglichsten Themen befragt. So kommentiert sie den Tod des jordanischen Königs Hussein (King of Jordan): "Ich bin untröstlich, er war ein guter Freund von mir und der beste Basketballspieler, den dieses Land je gesehen hat".

Für 2000 kündigt Mariah an, Schauspielerin werden zu wollen; ein Unterfangen, das Whitney Houston 1992 mit "Bodyguard" bereits hinter sich gebracht hat. Nach eineinhalb Jahren Schauspielunterricht fühlt sie sich in der Lage, in dem Streifen "All That Glitters" (US-Kinostart: 31. August 2001) eine Sängerin in den 80ern darzustellen. Aus Angst vor Verletzungen während der Dreharbeiten kommt sie auf die Idee, ihren Körper für schlappe zehn Millionen Dollar versichern zu lassen, was ihr den Nickname "Ten Million Dollar Babe" einbringt.

Knapp drei Jahre nach ihrer Trennung von Mottola verlässt sie Anfang 2001 Sony, um von nun an für Virgin zu trällern. Zu diesem Zeitpunkt hat sie weltweit etwa 120 Millionen Platten verkauft. Dann wird bekannt, dass Carey für ein weiteres Filmprojekt, die Mafia-Komödie "Wisegirls", zugesagt hat. Sie spielt eine Kellnerin. Im Juli 2001 erscheint die neue Single "Loverboy", deren Hookline an den Cameo-Hit "Candy" aus den Achtzigern angelehnt ist, ein Vorgeschmack auf ihr zunächst für Ende August angekündigtes Album "Glitter".

Dessen Veröffentlichung wird dann aber wegen eines unvorhergesehenen Klinikaufenthaltes der Diva verschoben. Zunächst ist von einem Schwächeanfall die Rede, dann kursieren sogar Gerüchte über einen Selbstmordversuch - bis die Sprecherin von Mariah Carey vor die Presse tritt. Cindi Berger dementiert den angeblichen Selbstmord und gibt an, die 31-Jährige Sängerin sei nach einem schweren Nervenzusammenbruch zur Behandlung in einer psychiatrischen Anstalt. Damit die Carey ihrer neuen Scheibe trotzdem den gehörigen Promo-Schub geben kann, erscheint "Glitter" nun erst am 10. September.

2001 Glitter
1999 Rainbow
1998 #1's
1997 Butterfly
1995 Daydream
1994 Merry Christmas
1993 Music Box
1992 MTV Unplugged EP
1991 Emotions
1990 Mariah Carey
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