Lostprophets Biographie
Lostprophets
Wer allen ernstes glaubt, die Lostprophets alleine anhand ihres Debütalbums „The Fake Sound Of Progress“ richtig einschätzen zu können, hat sich ordentlich geschnitten. Mit „Start Something“ warten die sechs Waliser, die im Mai 2001 gleich mit ihrer erstem Longplayer einen unerwarteten kommerziellen Erfolg landen konnten, mit einem unglaublichen Follow-Up auf. Der bisweilen aberwitzige Mix aus Hardcore, Pop, Breakbeat und Metal, den die Kerrang-Award-Preisträger im Studio zusammenschraubten, fügt sich letzten Endes zu einem Album, das die Band selbst zurecht als „abenteuerlich“ bezeichnet.
Ian Watkins (Gesang), Mike Lewis (Gitarre), Lee Gaze (Gitarre), Stuart Richardson (Bass), Mike Chiplin (Schlagzeug) und Jamie Oliver (Gesang/Turntables/Sample) wuchsen in den vergangenen drei Jahren, die sie beinahe komplett auf Tour verbrachten, zu einer eingeschworenen Einheit zusammen.
Als die Band 2000 zum erstenmal ein professionelles Aufnahmestudio betrat, war sie hochmotiviert und ausgerüstet mit großartigen eigenen Songs, basierend auf ihrer Bewunderung für harte Gitarrenmusik und Gruppen wie Duran Duran und The Police. Doch die sympathische Naivität der ambitionierten Kleinstadt-Youngsters wich bald einer bewundernswerten Ernsthaftigkeit und Hingabe.
Dass Resultat der aller ersten Studioarbeit war das Debütalbum „The Fake Sound Of Progress“, das sich allein im Vereinigten Königreich 140.000 mal verkaufte und vom „Kerrang!“-Magazin mit dem Preis „Best New British Band 2001“ ausgezeichnet wurde. Ab sofort tourte die Gruppe durch das Vereinigte Königreich, die USA, Europa und Japan und teilte die Bühne mit The Used, Glassjaw, Linkin Park, Andrew W.K. und den diversen Teilnehmern des OzzFest 2002. Ende des vergangenen Jahres spielte die Band vor 5.000 Menschen in der Brixton Academy in London ihr bisher größtes Headliner-Konzert. Selbstverständlich haben die Bandmitglieder die vielen Live-Auftritte und die intensive gemeinsame Zeit auf Tour genutzt, um an ihrem technischen Know-How und ihren Songwriter-Fähigkeiten zu arbeiten. „Bei uns ging das immer so Riff-Riff-Riff. Wir hatten eigentlich keine Ahnung, wie man einen Song strukturiert,“ sagt Ian. „Da konnten wir noch einiges dazulernen.“
Für „Start Something“ haben die Lostprophets vier Monate lang mit Produzent Eric Valentine (Queens Of The Stone Age, Good Charlotte, Smash Mouth) in dessen Studio in Los Angeles zusammengearbeitet. Und zum erstenmal hatte die Band tatsächlich ein Produktionsbudget zur Verfügung. „Beim letzten Album war das so: rein, Platte machen, raus,“ erinnert sich Jamie. „Wir hatten keinen Produzenten und wir sind einfach nur hingegangen, haben die Songs eingespielt und keiner hat weiter nachgefragt. Diesmal war alles viel professioneller und systematischer.“
Für die Band war klar, das sie ein episches Album machen wollte. „Ich liebe grandiose, ausschweifende Bands wie Queen,“ sagt Ian. „Wir dachten, das ist jetzt unsere Chance.“
Und episch ist das Album definitiv geworden - auch wenn es stellenweise immer noch äußerst charmant nach „Indie“ klingt. Songs wie der Opener „We Still Kill The Old Way“ und „To Hell We Ride“ sind laut und heftig während „Goodbye Tonight“ geschmeidiger, New-Wave-inspirierter Pop ist. Die Single „Burn Burn“ ist ein furioser Rocksong mit einem grandiosen, druckvollen Refrain. Einige der Songs lassen sich gleich mehreren Genres zuordnen, wie „Last Train Home“ das mit einem atmosphärischen Vers beginnt und schließlich in einem hymnischen Sing-Along-Refrain gipfelt, ergänzt durch die Backing Vocals einiger Good-Charlotte-Mitglieder. An anderer Stelle sind ätherische Streicher von Orchestral-Rock-Altmeister David Campbell zu hören.
„Start Something“ bleibt stets ambivalent: Eigenwillige musikalische Deko-Elemente wie vertrackte Ambient-Interludes, dramatische Piano-Codas oder Vollgas-Rock-Passagen tauchen immer genau dann auf, wenn man am wenigsten damit gerechnet hätte. Ian Watkins sind herkömmliche Genre-Definitionen ohnehin herzlich egal: „Wir sind keine Post-Hardcore-Band und keine Nu-Metal-Band. Wir müssen niemandem etwas beweisen, sondern wollen ganz einfach nur die Musik machen, die uns gefällt.“
„Start Something“ ist durchaus als Aufforderung zu verstehen: „Jeder hat Träume, die er sich noch erfüllen möchte,“ sagt Ian. „Also los – start something!“
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Es gibt viele gute Gründe, eine geregelte Sympathie - wenn nicht sogar ungebremste Leidenschaft - für eine Band wie die lostprophets zu empfinden. Zum einen wäre da ihre nachgewiesene Kernkompetenz in Sachen Catchiness. „Wir haben einfach Spaß daran, Popsongs zu schreiben“, gibt lostprophets-Frontmann Ian Watkins angesichts des neuen, dritten Longplayers der Band unumwunden zu. Hochsympathisch auch die Bandhistorie: Mike Lewis (Gitarre), Ian Watkins (Gesang), Lee Gaze (Gitarre), Stuart Richardson (Bass) und Jamie Oliver (Keyboards) wuchsen gemeinsam in der walisischen Gemeinde Pontypridd auf, wo sie auch zusammen die Schule besuchten.
„Allein aufgrund unserer Herkunft verfügen wir über einen enormen Drive, unsere Ziele zu erreichen“, erklärt Mike Lewis. „Pontypridd ist ein typisch British-Walisisches Working-Class-Kaff, in dem man ständig von der Angst getrieben ist, für immer dort hängen zu bleiben“. Und schließlich verfügen die fünf Musiker über eine kerngesunde Einstellung zum eigenen Output: „Wir haben noch nie ein Album für irgendjemanden gemacht. Wir schreiben unsere Songs nach wie vor für uns selbst, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, welchen Menschen die Musik womöglich gefallen könnte.“
Natürlich könnte bei einer solchen Arbeitsattitüde ein Wust völlig unhörbaren Schmocks herauskommen - im Falle der lostprophets münden die gemeinsamen Bandanstrengungen aber stets in großartigen und auf denkbar höchstem Niveau Konsens-fähigen Alben, die regelmäßig Hitsingles hervorbringen. Allein fünf Songs ihres letzten UK-Top-5-Albums „Start Something“ aus dem Jahre 2004 hatten den Sprung in die UK Charts geschafft, darunter der Top-10-Hit „Last Train Home“. Doch nicht nur in der Heimat stoßen die lostprophets auf große Gegenliebe - auch der wirtschaftlich so erstrebenswerte Crossover in die amerikanischen Charts glückte: In den USA peakte „Start Something“ auf Position 33 der Billboard-Hitliste und verkaufte sich dabei über eine halbe Million Mal. In Deutschland fanden mehr als 35.000 Käufer Gefallen an dem Album.
Nun erscheint mit „Liberation Transmission“ das dritte Album der Band - laut Gitarrist Mike Lewis „der Soundtrack zur Befreiung deines Lebens“. Damit meint die Band allerdings weniger die Lossagung von der Knechtschaft eines repressiven Staatsapparates, sondern vielmehr die persönliche Dispensation von einer Geisteshaltung, die Menschen klein halten will. „’Liberation Transmission’ soll die Idee transportieren, dass du dich von allem befreien kannst, was dich bedrückt, so dass du einen Schritt vorwärts machen und ein Ziel erreichen kannst, das die dich glücklich macht.“
Produktionstechnische Unterstützung erhielten die Fünf dabei von Star-Produzent Bob Rock, unter dessen Regie u.a. das von der Band heiß geliebte „schwarze Album“ von Metallica entstanden war. Die Aufnahmen fanden in Rocks legendärem Studio in Maui statt. Ian Watkins über Rock: „Er ist wie ein knüppelharter Ausbilder bei der Armee. Wenn du im Training bist, denkst du, er ist ein Arschloch, aber wenn du nachher tatsächlich in die Schlacht ziehen musst, rettet dir dieses Training irgendwann das Leben. Das Album ist durch ihn ein so viel Besseres geworden.“
Zwölf Stücke sind letztendlich das Ergebnis der Zusammenarbeit, laut Band eine Mischung aus „New Wave, Bay Area Thrash Metal, Stadionrock, Hippster-Bands wie Interpol, poppigem Zeug und Black Flag“. An jedem der Songs wurde gearbeitet, als sei es eine potenzielle Single. „Jedes Lied ist wie ein Filethappen, ohne Fett und Knorpel“, schwärmt Ian. Bestes Bespiel: Die mitreißende Rock-Hymne „Rooftops“, die als Vorabsingle erscheint.
Ian Watkins (Gesang), Mike Lewis (Gitarre), Lee Gaze (Gitarre), Stuart Richardson (Bass), Mike Chiplin (Schlagzeug) und Jamie Oliver (Gesang/Turntables/Sample) wuchsen in den vergangenen drei Jahren, die sie beinahe komplett auf Tour verbrachten, zu einer eingeschworenen Einheit zusammen.
Als die Band 2000 zum erstenmal ein professionelles Aufnahmestudio betrat, war sie hochmotiviert und ausgerüstet mit großartigen eigenen Songs, basierend auf ihrer Bewunderung für harte Gitarrenmusik und Gruppen wie Duran Duran und The Police. Doch die sympathische Naivität der ambitionierten Kleinstadt-Youngsters wich bald einer bewundernswerten Ernsthaftigkeit und Hingabe.
Dass Resultat der aller ersten Studioarbeit war das Debütalbum „The Fake Sound Of Progress“, das sich allein im Vereinigten Königreich 140.000 mal verkaufte und vom „Kerrang!“-Magazin mit dem Preis „Best New British Band 2001“ ausgezeichnet wurde. Ab sofort tourte die Gruppe durch das Vereinigte Königreich, die USA, Europa und Japan und teilte die Bühne mit The Used, Glassjaw, Linkin Park, Andrew W.K. und den diversen Teilnehmern des OzzFest 2002. Ende des vergangenen Jahres spielte die Band vor 5.000 Menschen in der Brixton Academy in London ihr bisher größtes Headliner-Konzert. Selbstverständlich haben die Bandmitglieder die vielen Live-Auftritte und die intensive gemeinsame Zeit auf Tour genutzt, um an ihrem technischen Know-How und ihren Songwriter-Fähigkeiten zu arbeiten. „Bei uns ging das immer so Riff-Riff-Riff. Wir hatten eigentlich keine Ahnung, wie man einen Song strukturiert,“ sagt Ian. „Da konnten wir noch einiges dazulernen.“
Für „Start Something“ haben die Lostprophets vier Monate lang mit Produzent Eric Valentine (Queens Of The Stone Age, Good Charlotte, Smash Mouth) in dessen Studio in Los Angeles zusammengearbeitet. Und zum erstenmal hatte die Band tatsächlich ein Produktionsbudget zur Verfügung. „Beim letzten Album war das so: rein, Platte machen, raus,“ erinnert sich Jamie. „Wir hatten keinen Produzenten und wir sind einfach nur hingegangen, haben die Songs eingespielt und keiner hat weiter nachgefragt. Diesmal war alles viel professioneller und systematischer.“
Für die Band war klar, das sie ein episches Album machen wollte. „Ich liebe grandiose, ausschweifende Bands wie Queen,“ sagt Ian. „Wir dachten, das ist jetzt unsere Chance.“
Und episch ist das Album definitiv geworden - auch wenn es stellenweise immer noch äußerst charmant nach „Indie“ klingt. Songs wie der Opener „We Still Kill The Old Way“ und „To Hell We Ride“ sind laut und heftig während „Goodbye Tonight“ geschmeidiger, New-Wave-inspirierter Pop ist. Die Single „Burn Burn“ ist ein furioser Rocksong mit einem grandiosen, druckvollen Refrain. Einige der Songs lassen sich gleich mehreren Genres zuordnen, wie „Last Train Home“ das mit einem atmosphärischen Vers beginnt und schließlich in einem hymnischen Sing-Along-Refrain gipfelt, ergänzt durch die Backing Vocals einiger Good-Charlotte-Mitglieder. An anderer Stelle sind ätherische Streicher von Orchestral-Rock-Altmeister David Campbell zu hören.
„Start Something“ bleibt stets ambivalent: Eigenwillige musikalische Deko-Elemente wie vertrackte Ambient-Interludes, dramatische Piano-Codas oder Vollgas-Rock-Passagen tauchen immer genau dann auf, wenn man am wenigsten damit gerechnet hätte. Ian Watkins sind herkömmliche Genre-Definitionen ohnehin herzlich egal: „Wir sind keine Post-Hardcore-Band und keine Nu-Metal-Band. Wir müssen niemandem etwas beweisen, sondern wollen ganz einfach nur die Musik machen, die uns gefällt.“
„Start Something“ ist durchaus als Aufforderung zu verstehen: „Jeder hat Träume, die er sich noch erfüllen möchte,“ sagt Ian. „Also los – start something!“
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Es gibt viele gute Gründe, eine geregelte Sympathie - wenn nicht sogar ungebremste Leidenschaft - für eine Band wie die lostprophets zu empfinden. Zum einen wäre da ihre nachgewiesene Kernkompetenz in Sachen Catchiness. „Wir haben einfach Spaß daran, Popsongs zu schreiben“, gibt lostprophets-Frontmann Ian Watkins angesichts des neuen, dritten Longplayers der Band unumwunden zu. Hochsympathisch auch die Bandhistorie: Mike Lewis (Gitarre), Ian Watkins (Gesang), Lee Gaze (Gitarre), Stuart Richardson (Bass) und Jamie Oliver (Keyboards) wuchsen gemeinsam in der walisischen Gemeinde Pontypridd auf, wo sie auch zusammen die Schule besuchten.
„Allein aufgrund unserer Herkunft verfügen wir über einen enormen Drive, unsere Ziele zu erreichen“, erklärt Mike Lewis. „Pontypridd ist ein typisch British-Walisisches Working-Class-Kaff, in dem man ständig von der Angst getrieben ist, für immer dort hängen zu bleiben“. Und schließlich verfügen die fünf Musiker über eine kerngesunde Einstellung zum eigenen Output: „Wir haben noch nie ein Album für irgendjemanden gemacht. Wir schreiben unsere Songs nach wie vor für uns selbst, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, welchen Menschen die Musik womöglich gefallen könnte.“
Natürlich könnte bei einer solchen Arbeitsattitüde ein Wust völlig unhörbaren Schmocks herauskommen - im Falle der lostprophets münden die gemeinsamen Bandanstrengungen aber stets in großartigen und auf denkbar höchstem Niveau Konsens-fähigen Alben, die regelmäßig Hitsingles hervorbringen. Allein fünf Songs ihres letzten UK-Top-5-Albums „Start Something“ aus dem Jahre 2004 hatten den Sprung in die UK Charts geschafft, darunter der Top-10-Hit „Last Train Home“. Doch nicht nur in der Heimat stoßen die lostprophets auf große Gegenliebe - auch der wirtschaftlich so erstrebenswerte Crossover in die amerikanischen Charts glückte: In den USA peakte „Start Something“ auf Position 33 der Billboard-Hitliste und verkaufte sich dabei über eine halbe Million Mal. In Deutschland fanden mehr als 35.000 Käufer Gefallen an dem Album.
Nun erscheint mit „Liberation Transmission“ das dritte Album der Band - laut Gitarrist Mike Lewis „der Soundtrack zur Befreiung deines Lebens“. Damit meint die Band allerdings weniger die Lossagung von der Knechtschaft eines repressiven Staatsapparates, sondern vielmehr die persönliche Dispensation von einer Geisteshaltung, die Menschen klein halten will. „’Liberation Transmission’ soll die Idee transportieren, dass du dich von allem befreien kannst, was dich bedrückt, so dass du einen Schritt vorwärts machen und ein Ziel erreichen kannst, das die dich glücklich macht.“
Produktionstechnische Unterstützung erhielten die Fünf dabei von Star-Produzent Bob Rock, unter dessen Regie u.a. das von der Band heiß geliebte „schwarze Album“ von Metallica entstanden war. Die Aufnahmen fanden in Rocks legendärem Studio in Maui statt. Ian Watkins über Rock: „Er ist wie ein knüppelharter Ausbilder bei der Armee. Wenn du im Training bist, denkst du, er ist ein Arschloch, aber wenn du nachher tatsächlich in die Schlacht ziehen musst, rettet dir dieses Training irgendwann das Leben. Das Album ist durch ihn ein so viel Besseres geworden.“
Zwölf Stücke sind letztendlich das Ergebnis der Zusammenarbeit, laut Band eine Mischung aus „New Wave, Bay Area Thrash Metal, Stadionrock, Hippster-Bands wie Interpol, poppigem Zeug und Black Flag“. An jedem der Songs wurde gearbeitet, als sei es eine potenzielle Single. „Jedes Lied ist wie ein Filethappen, ohne Fett und Knorpel“, schwärmt Ian. Bestes Bespiel: Die mitreißende Rock-Hymne „Rooftops“, die als Vorabsingle erscheint.
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