K-OS Biographie
K-OS
Sie sind rar, aber es gibt sie, jene besonderen Alben, die mit erfrischender Selbstverständlichkeit die Grenzen ihres Genres sprengen. Im HipHop gehören "Low End Theory" von A Tribe Called Quest, "3 Feet High And Rising" von De La Soul und "The Score" von den Fugees zu den innovativen Meilensteinen. Auch "Exit", das beeindruckende Debütalbum des Kanadiers K-OS (gesprochen Chaos), ist so ein HipHop-Meisterwerk fern aller Klischees rund um Gangsta, Ghetto und Goldkettchen.
Bei seinem freigeistigen Umgang mit diversen Stilen, der ihn als Wesensverwandten von Finlay Quaye und Wyclef Jean outet, kennt Kevin Brereton, wie K-OS mit bürgerlichem Namen heißt, weder Barrieren noch Berührungsängste. Neben geradezu klassischen HipHop-Tracks wie "Fantastique", "Freeze", "The Anthem" und "Superstarr Pt. Zero" mit funkelnden Breakbeats und phantasievollen Samples offeriert der Rapper noch zahlreiche andere musikalische Delikatessen. Mit einer Stimme mal süß wie kanadischer Ahornsirup, mal scharf wie ein Bowie-Messer wechselt er mühelos von melodischem Gesang zu packenden Raps. Der akustische HipHop von "Heaven Only Knows" (die Akustikgitarre scheint K-OS immer parat zu haben) macht Platz für die entspannt wiegende Reggae-Nummer "Superstarr Pt.1". "Follow Me", eine bereits für den Soundtrack von "Girlfight" verwendete Kollaboration mit Red One von den Rascals, überrascht mit virtuosen Flamenco-Gitarren. Würziger Rhythm`n´Blues ("Patience") steht neben elegantem Soul ("Masquerade"), und selbst auf klassischem Popparkett ("Call Me", "Superstarr Pt.2") gibt der 30-Jährige eine rundum überzeugende Vorstellung.
K-OS' schillernder Musikalität steht sein Talent als begnadeter Wortschmied in nichts nach. Er ist ein MC, der die Zuhörer zum Nachdenken auffordert und sie teilhaben lässt an seinen Lebenserfahrungen, die er in Toronto, Trinidad, Vancouver und L.A. gemacht hat. Die tiefe Weisheit, die er in seinen Lyriks transportiert, ist das Resultat eines intensiven Studiums der Weltreligionen an der Universität von Carleton, Ottawa. Aber so wie er sich musikalisch auf keinen Stil festlegt, so wenig lässt er sich auf eine bestimmte Religion reduzieren. "Wenn man sich mit den Lehren des Islam, Hinduismus, Christentums, Judaismus und Rastafarier beschäftigt, findet man zumindest eine Gemeinsamkeit", bemerkt K-OS, dessen Eltern Zeugen Jehovas sind. "Ich glaube, dass es einen Schöpfer gibt, von dem wir alle abstammen, und das macht uns alle zu Brüdern und Schwestern."
Kevin Brereton wuchs nicht unter rauen Ghettobedingungen auf, sondern in Whitby am Lake Ontario, einer mittelgroßen Stadt unweit von Toronto - und zwar in einer typisch weißen Wohngegend, in der seine Freunde eher Echo & The Bunnymen als Boogie Down Production hörten. Er selbst mochte Slick Rick und "Jam On It" von Newcleus, aber auch New Order und Depeche Mode. "Wenn die Melodie OK war, konnte ich damit was anfangen", erinnert sich K-OS, was für "Knowledge Of Self" steht. Ein Name, der Programm ist, denn ohne den Willen zur Selbstanalyse wäre "Exit" nicht das Album geworden, das es ist. Und bestimmt hätten keine neun Jahre zwischen K-OS' erster Single und seinem Debütalbum gelegen.
Schon 1993 hatte K-OS mit dem HipHop-Soul-Titel "Musical Essence" einen Achtungserfolg erzielt. Obwohl auch das drei Jahre später veröffentlichte "Rise Like The Sun" von Presse und Publikum gleichermaßen gut aufgenommen wurde, zog sich der sensible Rapper erneut aus der Öffentlichkeit zurück. "In der Zeit habe ich wirklich obskure Musik gemacht", erzählt K-OS. "Irgendwann hatte ich sogar Material für mehrere Alben zusammen, aber dabei handelte es sich nur um Imitate meiner Einflüsse von A Tribe Called Quest, Fugees und den Roots. Ich versuchte dann herauszufinden, welche Musik ich machen würde, wenn ich mich nicht am Radio orientierte. Außerdem suchte ich eine Antwort auf die Frage: Darf ich auf einem HipHop-Album auch singen? Meine musikalischen Ideen nahmen erst Gestalt an, als ich mir eine Akustikgitarre kaufte. Ich schrieb den Song ‚Heaven Only Knows' und erkannte, dass in jedem Instrument ein Beat steckt. Ich hatte hier zwar diese schöne Melodie, aber gleichzeitig auch einen Groove, zu dem man sich bewegen konnte."
Unwiderstehliche Melodien, fesselnde Beats und eine spirituelle wie humanistische Botschaft bilden den Rahmen von K-OS' komplexem musikalischen Konzept, das er auf seinem Erstlingswerk "Exit" nun auch außerhalb Kanadas präsentiert. In seiner Heimat bereits Anfang letzten Jahres veröffentlicht und gleich zum Lieblingsalbum etlicher kanadischer Kritiker und Künstler erkoren - Indie.Arie oder Nelly Furtado etwa waren so begeistert, dass sie K-OS zu gemeinsamen Tourneen einluden - erscheint das Werk nun hierzulande mit zwei zusätzlichen Tracks. Im März kann man den Ausnahme-Sänger und Rapper dann auch erstmals in Deutschland live erleben - auf Tournee mit einer seiner Lieblingsbands, den Roots. Nicht verpassen!
Bei seinem freigeistigen Umgang mit diversen Stilen, der ihn als Wesensverwandten von Finlay Quaye und Wyclef Jean outet, kennt Kevin Brereton, wie K-OS mit bürgerlichem Namen heißt, weder Barrieren noch Berührungsängste. Neben geradezu klassischen HipHop-Tracks wie "Fantastique", "Freeze", "The Anthem" und "Superstarr Pt. Zero" mit funkelnden Breakbeats und phantasievollen Samples offeriert der Rapper noch zahlreiche andere musikalische Delikatessen. Mit einer Stimme mal süß wie kanadischer Ahornsirup, mal scharf wie ein Bowie-Messer wechselt er mühelos von melodischem Gesang zu packenden Raps. Der akustische HipHop von "Heaven Only Knows" (die Akustikgitarre scheint K-OS immer parat zu haben) macht Platz für die entspannt wiegende Reggae-Nummer "Superstarr Pt.1". "Follow Me", eine bereits für den Soundtrack von "Girlfight" verwendete Kollaboration mit Red One von den Rascals, überrascht mit virtuosen Flamenco-Gitarren. Würziger Rhythm`n´Blues ("Patience") steht neben elegantem Soul ("Masquerade"), und selbst auf klassischem Popparkett ("Call Me", "Superstarr Pt.2") gibt der 30-Jährige eine rundum überzeugende Vorstellung.
K-OS' schillernder Musikalität steht sein Talent als begnadeter Wortschmied in nichts nach. Er ist ein MC, der die Zuhörer zum Nachdenken auffordert und sie teilhaben lässt an seinen Lebenserfahrungen, die er in Toronto, Trinidad, Vancouver und L.A. gemacht hat. Die tiefe Weisheit, die er in seinen Lyriks transportiert, ist das Resultat eines intensiven Studiums der Weltreligionen an der Universität von Carleton, Ottawa. Aber so wie er sich musikalisch auf keinen Stil festlegt, so wenig lässt er sich auf eine bestimmte Religion reduzieren. "Wenn man sich mit den Lehren des Islam, Hinduismus, Christentums, Judaismus und Rastafarier beschäftigt, findet man zumindest eine Gemeinsamkeit", bemerkt K-OS, dessen Eltern Zeugen Jehovas sind. "Ich glaube, dass es einen Schöpfer gibt, von dem wir alle abstammen, und das macht uns alle zu Brüdern und Schwestern."
Kevin Brereton wuchs nicht unter rauen Ghettobedingungen auf, sondern in Whitby am Lake Ontario, einer mittelgroßen Stadt unweit von Toronto - und zwar in einer typisch weißen Wohngegend, in der seine Freunde eher Echo & The Bunnymen als Boogie Down Production hörten. Er selbst mochte Slick Rick und "Jam On It" von Newcleus, aber auch New Order und Depeche Mode. "Wenn die Melodie OK war, konnte ich damit was anfangen", erinnert sich K-OS, was für "Knowledge Of Self" steht. Ein Name, der Programm ist, denn ohne den Willen zur Selbstanalyse wäre "Exit" nicht das Album geworden, das es ist. Und bestimmt hätten keine neun Jahre zwischen K-OS' erster Single und seinem Debütalbum gelegen.
Schon 1993 hatte K-OS mit dem HipHop-Soul-Titel "Musical Essence" einen Achtungserfolg erzielt. Obwohl auch das drei Jahre später veröffentlichte "Rise Like The Sun" von Presse und Publikum gleichermaßen gut aufgenommen wurde, zog sich der sensible Rapper erneut aus der Öffentlichkeit zurück. "In der Zeit habe ich wirklich obskure Musik gemacht", erzählt K-OS. "Irgendwann hatte ich sogar Material für mehrere Alben zusammen, aber dabei handelte es sich nur um Imitate meiner Einflüsse von A Tribe Called Quest, Fugees und den Roots. Ich versuchte dann herauszufinden, welche Musik ich machen würde, wenn ich mich nicht am Radio orientierte. Außerdem suchte ich eine Antwort auf die Frage: Darf ich auf einem HipHop-Album auch singen? Meine musikalischen Ideen nahmen erst Gestalt an, als ich mir eine Akustikgitarre kaufte. Ich schrieb den Song ‚Heaven Only Knows' und erkannte, dass in jedem Instrument ein Beat steckt. Ich hatte hier zwar diese schöne Melodie, aber gleichzeitig auch einen Groove, zu dem man sich bewegen konnte."
Unwiderstehliche Melodien, fesselnde Beats und eine spirituelle wie humanistische Botschaft bilden den Rahmen von K-OS' komplexem musikalischen Konzept, das er auf seinem Erstlingswerk "Exit" nun auch außerhalb Kanadas präsentiert. In seiner Heimat bereits Anfang letzten Jahres veröffentlicht und gleich zum Lieblingsalbum etlicher kanadischer Kritiker und Künstler erkoren - Indie.Arie oder Nelly Furtado etwa waren so begeistert, dass sie K-OS zu gemeinsamen Tourneen einluden - erscheint das Werk nun hierzulande mit zwei zusätzlichen Tracks. Im März kann man den Ausnahme-Sänger und Rapper dann auch erstmals in Deutschland live erleben - auf Tournee mit einer seiner Lieblingsbands, den Roots. Nicht verpassen!



