James Portrait
Seit nun schon 27 Jahren haben James ihren festen Platz in der Alternativerock-Szene - eine große Leistung, wenn man bedenkt, wie sich die Band durch die Jahre gerockt hat mit ständig wechselnden Mitgliedern und dennoch das Musikbusiness überlebt hat.
Begonnen hat alles im Jahr 1981, als sich die Musikbegeisterten Paul Gilbertson und Jim Glennie im englischen Manchester dazu entschlossen, sich einen E-Bass zuzulegen und eine Band zu gründen. Bei folgenden, zahllosen Jam-Sessions fand sich schließlich auch der passende Schlagzeuger, Gavan Whenal. Auf einer Studenten-Party traf die Combi dann auf Tim Booth, den zukünftigen Sänger, der als sensibler Künstler mit seiner ausgebildeten Stimme so gar nicht zu den restlichen Bandmitgliedern zu passen schien. Unter dem Namen "Tribal Outlook" wurden einige Gigs gespielt, bevor man sich in "James", nach Jim Glennie, umbenannte.
Die Band entwickelte mit der Zeit einen völlig eigenen Stil, der unbeeinflusst von anderen Künstlern blieb. Der Erfolg gab ihnen Recht: Im Jahr 1983 wurde das erste Studioalbum "Jimone" aufgenommen. Kurz darauf musste Paul die Band wegen Drogenproblemen verlassen, da dies zu Spannungen führte. Die erste LP der Band war ein voller Erfolg und schlug in Großbritannien ein wie eine Bombe. Obwohl in den darauffolgenden Jahren immer wieder Alben und Singles von "James" veröffentlicht wurden, gab es ein Problem: Die Band wurde langsam uninteressant für Musikkritiker und die breite Öffentlichkeit, da sie für neue Aufnahmen einfach zu lange brauchten und somit schnell in Vergessenheit gerieten. 1988 folgte dann auch ein Wechsel der Plattenfirma, da Promotion nicht mehr unterstützt wurde. Außerdem musste Gavan kurz darauf wegen einer Prügelei auf der Bühne die Band verlassen. Hinzu traten dafür die Musiker Saul Davies, Mark Hunter und Andy Diagram.
In den 90ern dann traten auch die lange erhofften Charterfolge ein, wie "Gold Mother", das Platz 2 in den UK-Albumcharts erreichte. 1992 gingen "James" sogar mit Neil Young auf Tournee in den USA und fünf Jahre später landeten sie mit "Booth and the Bad Angel" wiederum einen echten Hit in den Charts. Ein Jahr später dann, 1998, wurde ein erstes Best-Of-Album veröffentlicht und ausverkaufte Konzerte feierten den Nummer 1-Erfolg mit "Sit Down". Sie wurden zu echten Stars und hatten Bands wie Nirvana, The Corrs und Coldplay als Vorprogramm in ihren Shows. Seit 2001 hat man nun nichts mehr von "James" gehört - bis 2007, als neues Material veröffentlicht wurde. Am 7. April 2008 erschien in Großbritannien nach langer Ruhepause das neue Album "Hey Ma". Der Erfolg gibt den alten Hasen Recht: Die Platte erreichte sofort Platz 10 der Albumcharts.
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