Hot Water Music Portrait
An der University Of Florida in Gainsville finden sich vier junge Männer und gründen 1994 gemeinsam „Hot Water Music“. Der Name hat keinen höheren Sinn: Die Band ist einfach ein großer Fan des gleichnamigen Bukowski-Kurzgeschichtenbuchs. Wie der berüchtigte Autor kann sich „Hot Water Music“ nach eigenen Angaben „vom betrunkenen, sexistischen, alten Schwein um 180 Grad zu romantischen und poetischen Lyriks hinreißen lassen“.
Chuck und Chris Wollard singe und spielen Gitarre, Jason Black zupft den Bass, George Rebelo ist der Drummer der Band. Schnell gelingt es der Gruppe, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Bereits 1995 erscheint "Finding The Rhythms" auf NO Idea.
„Hot Water Music“ hängt lange in Gainsville fest, da einige Mitglieder noch studieren. Als auch der Letzte abgeschlossen hat, tourt die Band so lange, bis alle pleite sind. In dieser Situation entsteht eine Menge Songmaterial. So werden 1997 mit "Fuel For The Hate Game" und "Forever And Counting" gleich zwei Longplayer veröffentlicht.
Bei ihrer ersten Europa-Tour kommt es zur Auflösung. Alle stehen unter enormem Stress, denn Auftritte und Merchandise sind die einzige Einnahmequelle der Mitglieder, die aufgrund der langen Abwesenheit ihre Jobs in der Heimat nicht halten konnten. Ohne Arbeit und Wohnung zurück in Amerika versucht man stetig, bei Freunden oder Bekannten für ein paar Nächte unterzukommen. "Live At The Hardback" ist 2000 als Abschiedskonzert geplant. Doch das Zusammengehörigkeitsgefühl ist stärker und es kommt zur Reunion.
Zwei Jahre später wechselt die Band zu Some Records und bringt "No Division" heraus. Trotzdem bleibt die Suche nach einem idealen Label. Mit Epitaph veröffentlichen „Hot Water Music“ im Mai 2001 "A Flight And A Crash", das Album, das ihnen zum Durchbruch verhilft.
Trotz dem aufkommenden Trubel verliert man den Kontakt zu NO Idea nicht, die 2000 die Live-Platte auf den Markt bringt. Es bürgert sich ein, dass NO Idea die Vinylscheiben rausbringen und Epitaph die CDs.
Ein gutes Jahr später bekommt das Album "Caution" zwar durchweg gute Kritiken, klingt der Band aber im Nachhinein zu austauschbar. So strengt man sich zum zehnten Bandjubiläum besonders an und feiert dies im September 2004 mit "The New What Next", einem sehr entspannt wirkenden Album.
2005 verkündet die Band eine unbefristete Pause, weil alle mehr Zeit mit ihren Familien verbringen möchten. Im Mai 2006 verkündet Ragan seinen endgültigen Ausstieg. Der Rest der Band macht mit Tod Rockhill von „Discount“ unter dem Namen „The Draft“ weiter.
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