Heroes Del Silencio Biographie
Heroes Del Silencio
Zur Zeit ihrer größten Erfolge in den Neunzigern waren sich die Konzertbesucher einig: In ganz Spanien gab es keine bessere Live-Band als Héroes del Silencio. Nicht zuletzt ihren Performer-Qualitäten verdankten Frontmann Enrique Bunbury und seine Musiker damals den Status der beliebtesten Rockband von der iberischen Halbinsel. Und daran hat sich bis zum heutigen Tage nichts geändert, selbst zehn Jahre nach der letzten Studioeinspielung "Avalancha" ist die Popularität ungebrochen. Das belegte erst vor kurzem "El ruido y la furia" ("Der Lärm und die Wut"). Noch in der Veröffentlichungswoche eroberte die DVD/CD-Kopplung die Spitze der spanischen Charts.
"El ruido y la furia" enthält auf CD die Audiofassung eines Konzerts, das Héroes del Silencio im November 1995 vor einem entfesselt mitgehenden Publikum im La Riviera in Madrid gaben. Die DVD bietet neben dem bislang unveröffentlichten Filmmitschnitt dieses Konzerts noch ein weiteres Konzert aus der Hauptstadt Spaniens, präziser vom Juni 1993, aufgezeichnet im Palacio de los Deportes und bis dato nur in einer limitierten VHS-Video-Ausgabe von 1994 erhältlich. Beide Events hat man für die aktuelle DVD-Edition in Dolby Digital 2.0 und 5.1 abgemischt. Besonders der Mix im raumfüllenden Surround-Sound vermittelt einen überwältigend authentischen Eindruck.
Der Fan darf sich auf ein abwechslungsreiches Set freuen, prachtvoll gespickt mit Hits. Die Formation aus der Region Aragón spielt sämtliche Highlights ihrer Karriere und lässt die wichtigsten Stationen aus zehn ruhmreichen Jahren noch einmal in energiegeladenen Darbietungen Revue passieren. "Entre dos tierras", "Nuestros nombres", "Sirena varada", "La herida" - all das und vieles mehr ertönt phongewaltig aus den Boxen. Entgegen ihrem Namen gehen die Helden der Stille nämlich ziemlich lautstark zu Werke. Leadgitarrist Juan Valdivia, der erst 1993 als festes Mitglied aufgenommene zweite Gitarrist Alan Boguslavsky, Bassmann Joaquin Cardiel und Pedro Andreu am Drumkit rocken mächtig drauflos - was das Publikum mit euphorischen Reaktionen quittiert.
Die Jungs sind hier in bester Spiellaune und ernten zu Recht nicht enden wollende Ovationen. Im Zentrum des Geschehens steht jedoch eindeutig Enrique Ortiz de Landazury Yzarduy, besser bekannt unter seinem Künstlernamen, den er Oscar Wildes Gesellschaftskomödie "The Importance of Being Earnest" entlieh. Sobald Enrique Bunbury voller Hingabe seine Stimme erhebt, sobald er mit entblößtem Oberkörper ans Mikro tritt, ist das Auditorium völlig aus dem Häuschen. Bunbury zeigt sich hier motiviert bis in die Haarspitzen seiner Lockenpracht und verausgabt sich bis zum letzten.
Mit seinem Charisma war der Sänger schon Mitte der Achtziger Dreh- und Angelpunkt bei Héroes del Silencio, als diese sich in Saragossa formierten. Nicht zuletzt seiner Ausstrahlung war es zuzuschreiben, dass die Band bereits kurz nach der Gründung eine treue Gefolgschaft um sich versammeln konnte. Die 4-Track-EP "Héroes de leyenda" (1987) und das mit Platin veredelte Debütalbum "El mar no cesa" (1989) verbreiteten die Nachricht von der Klasse der Gruppe wie ein Lauffeuer, bevor dann mit dem von Phil Manzanera (Roxy Music) produzierten Nummer-eins-Album "Senderos de traición" in der Heimat der Durchbruch im großen Stil gelang.
Im September 1991 lud ein deutscher Promoter die Spanier zur Teilnahme am Festival Rock gegen Rassismus in Berlin ein. Nach dieser Initialzündung und weiteren Auftritten in unseren Breitengraden wurde auch der hiesige Markt im Sturm genommen. Den Rest Europas und mehrere Länder Mittel- und Südamerikas (Mexiko, Venezuela, Argentinien, Chile) eroberte die Formation dann ab 1993 mit einer Unplugged-Aufnahme für die MTV-Sendereihe Most Wanted sowie dem Album "El espíritu del vino". Héroes del Silencio traten damit den Beweis an, dass es nicht unbedingt immer Englisch sein muss, auch mit Rock en Español ist eine Weltkarriere möglich.
1995 folgte mit "Avalancha" das letzte, von Bob Ezrin in Los Angeles beaufsichtigte Studioalbum. Kurze Zeit später stieg Enrique Bunbury aus und startete eine Solokarriere. Das Live-Doppelalbum "Para siempre" dokumentierte das Abschiedskonzert der Band; 1998 wurden schließlich noch ein paar "Rarezas", also Raritäten und unveröffentlichte Stücke nachgereicht. Nach dem Millenniumswechsel sorgten Retrospektiven wie "Antologia Audiovisual" dafür, dass Héroes del Silencio nicht in Vergessenheit gerieten. Mit "El ruido y la furia" schenkt man den Fans nun ein Souvenir aus der kreativsten Phase des Quintetts. Der Archivschatz zeigt die Spanier noch einmal so temperamentvoll, so leidenschaftlich, wie wir sie in bester Erinnerung halten sollten. ¡Viva el rock, vivan los Héroes!
"El ruido y la furia" enthält auf CD die Audiofassung eines Konzerts, das Héroes del Silencio im November 1995 vor einem entfesselt mitgehenden Publikum im La Riviera in Madrid gaben. Die DVD bietet neben dem bislang unveröffentlichten Filmmitschnitt dieses Konzerts noch ein weiteres Konzert aus der Hauptstadt Spaniens, präziser vom Juni 1993, aufgezeichnet im Palacio de los Deportes und bis dato nur in einer limitierten VHS-Video-Ausgabe von 1994 erhältlich. Beide Events hat man für die aktuelle DVD-Edition in Dolby Digital 2.0 und 5.1 abgemischt. Besonders der Mix im raumfüllenden Surround-Sound vermittelt einen überwältigend authentischen Eindruck.
Der Fan darf sich auf ein abwechslungsreiches Set freuen, prachtvoll gespickt mit Hits. Die Formation aus der Region Aragón spielt sämtliche Highlights ihrer Karriere und lässt die wichtigsten Stationen aus zehn ruhmreichen Jahren noch einmal in energiegeladenen Darbietungen Revue passieren. "Entre dos tierras", "Nuestros nombres", "Sirena varada", "La herida" - all das und vieles mehr ertönt phongewaltig aus den Boxen. Entgegen ihrem Namen gehen die Helden der Stille nämlich ziemlich lautstark zu Werke. Leadgitarrist Juan Valdivia, der erst 1993 als festes Mitglied aufgenommene zweite Gitarrist Alan Boguslavsky, Bassmann Joaquin Cardiel und Pedro Andreu am Drumkit rocken mächtig drauflos - was das Publikum mit euphorischen Reaktionen quittiert.
Die Jungs sind hier in bester Spiellaune und ernten zu Recht nicht enden wollende Ovationen. Im Zentrum des Geschehens steht jedoch eindeutig Enrique Ortiz de Landazury Yzarduy, besser bekannt unter seinem Künstlernamen, den er Oscar Wildes Gesellschaftskomödie "The Importance of Being Earnest" entlieh. Sobald Enrique Bunbury voller Hingabe seine Stimme erhebt, sobald er mit entblößtem Oberkörper ans Mikro tritt, ist das Auditorium völlig aus dem Häuschen. Bunbury zeigt sich hier motiviert bis in die Haarspitzen seiner Lockenpracht und verausgabt sich bis zum letzten.
Mit seinem Charisma war der Sänger schon Mitte der Achtziger Dreh- und Angelpunkt bei Héroes del Silencio, als diese sich in Saragossa formierten. Nicht zuletzt seiner Ausstrahlung war es zuzuschreiben, dass die Band bereits kurz nach der Gründung eine treue Gefolgschaft um sich versammeln konnte. Die 4-Track-EP "Héroes de leyenda" (1987) und das mit Platin veredelte Debütalbum "El mar no cesa" (1989) verbreiteten die Nachricht von der Klasse der Gruppe wie ein Lauffeuer, bevor dann mit dem von Phil Manzanera (Roxy Music) produzierten Nummer-eins-Album "Senderos de traición" in der Heimat der Durchbruch im großen Stil gelang.
Im September 1991 lud ein deutscher Promoter die Spanier zur Teilnahme am Festival Rock gegen Rassismus in Berlin ein. Nach dieser Initialzündung und weiteren Auftritten in unseren Breitengraden wurde auch der hiesige Markt im Sturm genommen. Den Rest Europas und mehrere Länder Mittel- und Südamerikas (Mexiko, Venezuela, Argentinien, Chile) eroberte die Formation dann ab 1993 mit einer Unplugged-Aufnahme für die MTV-Sendereihe Most Wanted sowie dem Album "El espíritu del vino". Héroes del Silencio traten damit den Beweis an, dass es nicht unbedingt immer Englisch sein muss, auch mit Rock en Español ist eine Weltkarriere möglich.
1995 folgte mit "Avalancha" das letzte, von Bob Ezrin in Los Angeles beaufsichtigte Studioalbum. Kurze Zeit später stieg Enrique Bunbury aus und startete eine Solokarriere. Das Live-Doppelalbum "Para siempre" dokumentierte das Abschiedskonzert der Band; 1998 wurden schließlich noch ein paar "Rarezas", also Raritäten und unveröffentlichte Stücke nachgereicht. Nach dem Millenniumswechsel sorgten Retrospektiven wie "Antologia Audiovisual" dafür, dass Héroes del Silencio nicht in Vergessenheit gerieten. Mit "El ruido y la furia" schenkt man den Fans nun ein Souvenir aus der kreativsten Phase des Quintetts. Der Archivschatz zeigt die Spanier noch einmal so temperamentvoll, so leidenschaftlich, wie wir sie in bester Erinnerung halten sollten. ¡Viva el rock, vivan los Héroes!
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