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Gates of Goldrain Portrait


Gates of Goldrain

Gates of Goldrain - die musikalische Version unserer dunklen Seiten

Die Band
Gates of Goldrain“, das sind:
- Carsten, Text & Musik, Gesang und Keyboard
- Torsten,  Drums, Recording
- sowie der  häufig als Gastmusiker auftauchende Tobi mit seiner E- Gitarre.
Nach 5 Jahren Existenz- ins Leben gerufen wurde die Band im Jahre 2004- wird es Zeit, Näheres über diese sich im Moment als ein reines Studioprojekt darstellende Formation zu berichten.
Die Stücke, getextet von Carsten, sind im Wesentlichen elektronisch von ihm programmiert und werden mit Live-Instrumenten wie Schlagzeug, Gitarre und weiteren handgemachten Instrumenten untersetzt. Sänger Carsten bewegte sich in den 90er Jahren allerdings erst einmal im Techno- Bereich, später ging es dann mehr in Richtung  Ambient, Trance und Trip- Hop - eben alles nur instrumental. Dass die Musik mit seiner ersten Band letztlich doch andere Wege nahm, mag daran liegen, dass er begann, seine Songs selbst zu singen und sich seiner musikalischen Wurzeln zu besinnen. Im zarten Alter von 8-10 nahm er zu Hause Orgelunterricht auf einer Hammondorgel, obwohl er lieber Keyboard gespielt hätte, des cooleren Sounds  wegen. Aber irgendwie hat sich das wohl nie ergeben. Mit 15 kam dann Schlagzeugunterricht dazu. Mit gleich gesinnten Jugendlichen spielte er dann in einer Rock- Coverband, die bei Geburtstagsfeten von Freunden aufspielte. In dieser Zeit kamen dann zur Freude gerade der männlichen Jugend die ersten Soundkarten für PCs auf den Markt und mit ihnen hatte Carsten seine Bestimmung gefunden. Amiga, Monokarten, Stereokarten, Tracker, all das faszinierte ihn und seiner Kreativität waren keine Grenzen mehr gesetzt. Und dann trat das Programm Reason, das Echtzeit- Sequencer und echte Synties, Drum- Computer, Loop- Player in einem lieferte, in die Welt des PC- Musikers, so dass keine teure Hardware mehr gekauft werden musste. Welch ein Fortschritt!
Ab 2000 begann Carsten, der heute als selbstständiger Webdesigner und Webprogrammierer tätig ist,  „altes Material" in Reason neu zu gestalten und Texte zu schreiben. Ja, und ab 2004 hat er angefangen, die Sachen selbst zu singen und dann kam Torsten auf die Idee und meinte: „Schick mal rüber" und hat darauf die Drums gespielt, die nun die Electrodrums in den Songs ersetzten. Daraus wurde dann fast ungeplant das 1. gemeinsame Album „A Day in the Dark".
Es ist also nicht verwunderlich, dass die Synties auch heute noch eine dominante Rolle spielen. Carstens Musik ist immer noch von weichen sphärischen Ambient- Flächen und harten Beats beeinflusst. Die Richtung hat sich allerdings durch seinen Gesang komplett geändert. Und natürlich spürt man auch den Einfluss seines Freundes Torsten, diesem Vollblutdrummer, der bereits in seiner Kindheit den Drang zum Musizieren verspürte.
Mit 9 Jahren begann er, Unterricht zu nehmen und worauf sonst als auf einem Schlagzeug, daran gab es nie Zweifel. In den ersten 4 Jahren hatte Torsten kein eigenes Schlagzeug, da es damals gar keine „Billigprodukte“ wie heute gab. Das preiswerteste Drum Set fing damals bei 3000,- DM an. So wurde 4 Jahre lang auf Kissen und Übungspads getrommelt. Seine Eltern haben ihm dann, als er seine erste Band und einen Probenraum hatte, in dem er keine Nachbarn mehr verstörte, ein eigenes Drum Set ermöglicht, obwohl sein Vater auch verriet, dass Torsten durch Schülerjobs fleißig was mit dazu verdiente. Unschöner Nebeneffekt dieser beginnenden Künstlerkarriere war, dass Torsten viel mehr Zeit mit Trommelübungen als mit Schulbüchern, Lehrern und Hausaufgaben verbrachte. Wie man heute weiß, nicht die schlechteste Entscheidung. Seine Eltern haben ihn bis heute immer unterstützt, da sie recht schnell gemerkt haben, dass Torsten einen Traum verfolgte und alles daran setzte, sein Ziel zu erreichen: Schlagzeuger zu werden. Kurz vor dem Abi war es dann klar: „Ich studiere Musik und werde Schlagzeuger und will damit mein Leben bestreiten, nein gestalten!“ Seine Eltern dachten eher an ein Informatikstudium, trugen aber seine Entscheidung mit und heute sind sie sehr stolz auf ihren Musikersohn, der seinen Eltern unendlich dankbar dafür ist, dass sie ihn seinen Traum leben lassen. Einem erfolgreichen Studium am „Drummers Institute Düsseldorf“, welches er mit dem Diplom „Professional Drummer Certificate“ abschließen konnte, folgten diverse Masterclasses und Workshops, Studiojobs, Auftritte mit diversen Coverbands, zur Zeit erfolgreiche Auftritte und Produktionen mit Echogewinner Thomas Godoj, außerdem unterrichtet Torsten an der Jazzhausschule in Köln und gibt Privatunterricht. Man kann also durchaus von Musik leben. Beide Musiker wurden natürlich auf ihrem Weg zu eigenen Kompositionen von Vorbildern, Idolen, Kollegen beeinflusst, ja geprägt: von TOTO, der legendären Formation, die Torsten zur geilsten Pop/ Rock- Band aller Zeiten kürt, dann von allem, was richtig rockt, von „Metallica“, den Prog Rockern von „Dream Theater“,von  „Marillion“, „Pink Floyd“, „Genesis“, „Queen“, ACDC….
Natürlich hatte man auch die obligatorische Metal- bzw. Technophase. Härtere Musik gehört nach wie vor zu dem, was sich die Jungs privat auf die Ohren schmeißen. Im Moment hören sie alle Alben von „Diary of Dreams“ rauf und runter. Sonst noch „Eisbrecher“, „Unheilig“, „KMFDM“,  „NIN“, „Depeche Mode“… Dance floor, Jazz und Schlager sucht man dagegen eher vergebens in ihrem CD- Regal. Und natürlich fänden sie es cool, mal mit „Diary of Dreams“ oder „Unheilig“ auf der Bühne zu stehen. Dass beide darüber hinaus eine große Affinität zu „Rammstein“ haben, kann man durchaus an ihrem Song „Gotteskrieger“ erahnen, Reminiszenz ohne zu kopieren.
Zwei junge Männer voller Liebe zur Musik mit Streben nach Eigenkreativität, Perfektionismus und Erfüllung des eigenen Anspruchsniveaus, das sind„Gates of Goldrain“, deren Songs eine Verschmelzung von Dark Wave, Gothic und Electro-Pop zu sein scheint- mal hart, mal weich- mit vielen Hooklines, die im Ohr bleiben. Bislang sind die Musiker noch nicht live aufgetreten, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Die Bandgründung
Die Musiker kannten sich schon privat vor dem Gründungsjahr der Band 2004, sind aber andere musikalische Wege gegangen, bis sie in unzähligen Gesprächen die Richtung Gothic und Dark Wave zusammenbrachte. Irgendwie fühlten sie sich über ihre „dunkle Seite“ miteinander verbunden. Über die Jahre wurde aus der reinen Musikverbundenheit eine echte Männerfreundschaft.
So schätzt Carsten an Torsten dessen absolute Professionalität beim Anspielen seiner Drums, „bei ihm kann man sich auf einen guten Groove und Sound blind verlassen.“ Sie lieben  beim Musizieren genau die gleiche Richtung. „Torsten ist zuverlässig, wenn der mal was in die Hand nimmt, dann wird’s auch was!“
Für Torsten ist besonders die Freundschaft mit Carsten etwas ganz Großes und  natürlich schätzt er seine Art und Weise, ihre Gedanken zu vertonen. „Er hat ein geniales Gespür für die schwarzen Momente im Leben.“
Tobi gehört auch seit Jahren zu Torstens besten Freunden und ist einer seiner Lieblingsgitarristen. Tobi ist nach Carstens Aussage absolut  professionell. „Er kommt ins Studio, schaltet den Verstärker  ein und Bruchteile später ist die Gitarrenspur fertig. Er fühlt sich sehr gut in die Songs ein und spielt den Part genau so, dass es sofort ballert.“ Eine großartige Kombination, die sich in den gemeinsamen Songs niederschlägt.


Intentionen der Musiker
Für die berufstätigen Bandmitglieder ist Musik Hobby, d.h., ihr Hauptanliegen besteht nicht darin, unbedingt Geld mit den eigenen Produktionen zu verdienen. Getextet, komponiert, eingespielt, gemixt wird, wenn Zeit da ist. Daher dauert es im Moment meist recht lange, bis neue Songs herauskommen. Viel wichtiger erscheint jedoch der Gesichtspunkt, dass „Gates of Goldrain“ für sie in erster Linie als ein Bund zwischen Carsten und Torsten gesehen wird, als ihr persönlicher Spielplatz, auf dem sie all ihre Ideen verwirklichen können, ohne dass ihnen jemand rein redet. Selbstverwirklichung, absolute künstlerische Freiheit und die Liebe zu dem, was sie machen- ohne Kompromisse - das macht „Gates of Goldrain aus.

 

Die Taufe
Wer über einer Übersetzung oder die Bedeutung des Bandnamens grübelt, wird vielleicht nach den Toren oder Pforten des Goldregens in den Texten suchen. Da dieser Name eher märchenhaft- romantisch klingt, wird er bei der Suche an Grenzen stoßen. Der Bandgründer Carsten verrät, dass die Band eigentlich nur „Goldrain“ heißen sollte. Völlig unspektakulär, nicht einem tieferen Sinn folgend suchte er im Internet nach einem kurzen, aber coolen Namen für die Band und die neu entstehende Webseite und ist dann bei „Goldrain“ hängen geblieben. Als dann 2005 das 1. Album „A Day in the Dark“ fertig produziert war, mussten die Künstler feststellen, dass der Name bei der GEMA bereits vergeben war. Dann wurde wieder das World Wide Web  bemüht und einfach mal unter „Goldrain“ gesucht.
Ein Schloss dieses Namens in Südtirol, erbaut im 15. Jahrhundert, präsentierte sich mit seinen malerischen Bildern - die Torbögen, wundervolle Renaissance- Arkaden im italienischen Stil- haben den Musiker irgendwie beeindruckt und so war der Name gefunden.

 

Die Entstehung der Songs
Es gibt kein Arbeitsmuster, manchmal ist zuerst der Text da, bei anderen Songs zuerst die Musik. Als erstes wird das Elektronische programmiert, der Text ins „Unreine“ gesungen, dann wandert das Ganze zu Torsten, der für Aufnahme, Mix und Schlagzeugspuren zuständig ist. Er spielt die Drums ein, manchmal ergänzt er noch mit ein paar Ideen die Texte. Danach folgen Feintuning und E-Gitarre und zu guter letzt wird der Text sauber eingesungen, dann erfolgt das Mastering.
Die Ideen zu ihren Songs kämen oft aus ihrer dunklen Seite, entspringen teilweise aber auch eigen Erlebtem. Carsten will bestimmte Momente und Gefühle in eine Art Metapher einbetten, d.h., er möchte eine Situation und das entsprechende Gefühl in der Musik darstellen.
Die Band macht sehr gefühlsbetonte Musik, meist mit melancholischem Grundmuster, das durch harte E- Gitarren- Riffs und mystische Sounds einen Gegensatz erhält. Für die Band sind die akustischen Instrumente, wie das Schlagzeug, die gegen die Synthy- Sounds halten und das Ganze viel grooviger gestalten, sehr wichtig.
An dieser Art von Musik fasziniert sie das Atmosphärische sowie Klangdichte und natürlich die Gefühle, die sie in ihnen weckt, weil sie das aussagt, was sie oft fühlen: Sie ist die Vertonung von Hoffnungslosigkeit, Vergänglichkeit und der Gewissheit, dass sich absolut nichts für ewig halten lässt.


Das Album “A Day in the Dark" (2005)
“Wir sind stolz darauf, es geschafft zu haben, diese CD zu produzieren, denn wir sind nach wie vor von unserem Album ‚A Day in the Dark’ überzeugt und denken, dass wir das Beste aus uns herausgeholt haben.“
Im Entstehungsjahr waren schon jede Menge Songs im Rohzustand vorhanden. Den ältesten hat Carsten bereits 1997 in der Rohfassung geschrieben. 2004 sind diese Fragmente teils aufgegriffen und dann erweitert  und neue Songs, die ins Schema passten, geschrieben worden. Eine Gesamtidee hat es nicht gegeben. Letztlich entstand eine Sammlung zueinander passender Stücke. Ein Tag in der Finsternis, 8 Songs mit tiefsinnigen Texten und einer musikalischen Untermalung, die ganz weit fort trägt. Aus den Sphären wird man erst zurückgeholt, wenn dem aufgetauchten Zuhörer Goethes „Erlkönig“ auf Englisch entgegenschmettert, erst mit manipulierend- weicher, im weiteren Verlauf mit fordernd- aggressiver Stimmgestaltung durch Carsten. Verführung pur, die unter die Haut geht, für Goethefans ein musikalischer Leckerbissen, eine tief gehende Interpretation der klassischen Textvorlage.

Und hier liegt der Ansatz für neue Projekte. Die Musiker arbeiten an neuen Songs, die werden etwas düsterer und härter sein als die bisherigen Stücke. Eine große Änderung wird in der Sprachgestaltung der Lieder liegen - ab sofort sind die Texte in deutscher Sprache verfasst. Eine gute Entscheidung, denn man hat in der Muttersprache doch die besten Voraussetzungen, das auszudrücken, was man sagen will, was man empfindet. Man steht einfach damit näher am Leben und gerade die Suche nach passenden Metaphern, Allegorien gelingt in der eigenen Sprache am besten.
So entstanden bereits zwei Songs, „Gotteskrieger“ und „Schwarzer Regen“. Die Texte beider Lieder setzen sich mit Krieg, menschlicher Verantwortung, Leid, Wahnsinn, mit absoluter Manipulation, mit Fanatismus und Tod auseinander. Motive wie Endzeitstimmung, Vergänglichkeit, Erlösungs- und Todessehnsucht dominieren und werden getragen von einem mystischen Klangteppich, gebrochen von harten Gitarrenriffs und militärisch anmutendem Trommelwirbel. Bei den „Gotteskrieger(n)“ kommt man beim Hören nicht umhin, selbst in einen Marschschritt zu verfallen. Geplant ist, nach „Schwarzer Regen „eine kleine Kompilation herauszugeben. Darauf werden sich dann der „Gotteskrieger“, Schwarzer Regen“ und 2-3 weitere neue Songs befinden. Die Jungs haben noch einiges in petto!

Trotz des politischen Hintergrundes beider Songs verstehen sie sich keineswegs als politische Band. Es sind immer die düsteren Beweggründe, die beide dazu treiben, darüber zu schreiben.
Die neuen Titel werden vorher übrigens nicht online veröffentlicht.

Neue Ideen zu weiteren Alben gibt es bereits, so hat Carsten eventuell vor, ein Konzept zu erstellen, das Texte vorsieht, die Passagen aus der Bibel aufnehmen, die im Song selbst dann hinterfragt werden, was wirklich ist. Ein sehr reizvolles Projekt.
Auch kann er sich vorstellen, deutsche Lyrik mit typisch barocken oder expressionistischen Motiven zu vertonen. Da gibt es noch viel kreatives Potenzial.

 

Webseiten der Band:

http://www.goldrain.de/

http://www.myspace.com/goldraingates


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