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Erlend Oye Biographie

Erlend Oye

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Noch nicht jeder mag von Erlend Oye, dem schlaksigen Norweger, gelegentlich King Of Convenience, manchmal geselliger Jet-Set Folk-Sänger und zeitweise auch Dancefloor-Existenz, gehört haben. Aber garantiert werden sich viele Menschen demnächst in seinem einzigartigen Vocal-Flow baden, denn sein nun erscheinendes, Genre beugendes Electro-Solo-Album "Unrest" wird nicht zuletzt durch Erlends abwechselnd betrübliche oder aufheiternde Erzählungen garantiert zum Soundtrack der nächsten Monate.

Erlend Oye lebt derzeit in Berlin, wo er die Nachwehen der Love Parade genießt. Jedoch nicht im Sinne exzessiver Drogenabenteuer, wie das Klischee der durchgedrehten Dancemusic-Szene es vorlebt, sondern in einer völlig Narkotika freien Zone, einmal abgesehen von gewöhnlichem Tee. Herr Oye genießt es, sich an Abenteuern, Erfahrungen und Entdeckungen zu erfreuen, wo immer er sich befindet. Es ist seine Suche nach Expressionen die "Unrest" zu dem individuellen und speziellen Werk machen, das es ist. Erlends Geschichte liest sich wie folgt: geboren und aufgewachsen ist er in Bergen, Norwegen. Als Langzeit-Fan von Bands wie The Smiths oder Red House Painters, fand Erlend in Eirik Glambek Boe einen natürlichen, kreativen Partner und die beiden gründeten 1998 Kings Of Convenience, einer der ersten unter einigen hervorragenden Bands vom Telle-Label. Ihr Zwei-Gitarren/Zwei Stimmen-Konzept erzeugte eine Lebendigkeit, die schließlich in ihrem monumental und massiv bejubelten Debütalbum "Quiet Is The New Loud" (Source 2001) mündete. Die Welt, so schien es, war verzaubert von der feinen Leiblichkeit, Schönheit, Zerbrechlichkeit und Ehrlichkeit, die in den sensibel entblößten, handgearbeiteten Melodien lag. Neil Tennant, Elton John und Kylie Minogue wurden schnell zu Fans, aber noch überraschender war, dass sich die Danceszene dieser Musik annahm und sie als einen Maßstab in ihrer Welt des Chillout setzte. Und es war eben jene Post-Club-Akzeptanz, die es KOC erlaubten, aus dem inzwischen großen Schatten des "New Acoustic Movement" zu treten, welches sie mit ihrem "Nu-Folk"-Album bis dahin zierten und dessen Speerspitze sie waren. Die gesamte Weite ihres Wirkens enthüllte sich erst später, als sich "Quiet Is the New Loud" flächendeckend in nahezu jeder Jahres-Bestenliste der Musikpresse wiederfand.

Nach mehreren Headliner-Tourneen durch Europa, einem Auftritt im Vorprogramm von A-ha n Norwegen vor 45.000 Zuschauern und einer Reihe Shows in der warmen Sonne Ibizas hatte "Quiet Is The New Loud" über 130.000 Herzen, allein durch Verkäufe erwärmt. Den Flirt mit der Danceszene vertieften Kings Of Convenience wenig später mit der Veröffentlichung von "Versus", einem Remix-/Reworkalbum, dass ihnen behilflich war, eine gewisse Autorität in der Downtempo-Clubkultur zu erreichen, auch dank zweier besonders gepriesener Mixe von Four Tet und Röyksopp. Letzteren lieh Erlend eine ausdruckslose Variante seiner Stimme zu zwei Songs ihres Debütalbums "Melody AM." "Remind Me" und "Poor Leno" sind die ausgezeichneten Singles dieses Werkes und katapultierten auch Erlend mitten auf den Dancefloor, wo mancher bereits glaubte, dass er sich insgeheim auch dort wohl fühle. Inspiriert durch die Zusammenarbeit mit Röyksopp und durch einen Besuch des Koneisto Electronic Festivals in Turku, Finnland, wo ihn die Unmittelbarkeit der Enrgien von Acts wie MR Velcrofastener und Op:l Bastards begeisterte, beginnt nun das Erwachen von Erlends "innerer Disco": "Ich hatte das Bedürfnis, wesentlich schneller auf den Punkt zu kommen. Mit Kings Of Convenience ist soviel Perfektion verbunden. Ich wollte einfach Songs schreiben, die mehr "Jetzt" sind, die unmittelbar meinen Gemütszustand ausdrücken können."

Und so entstand der Plan: ein Album, zehn Städte, zehn Songs, zehn Producer. Ein striktes System, an das sich "Unrest" hielt. Die Aufnahmen brachten Erlend von Bergen über Barcelona, Rom, Rennes, New York nach Schweden, Finnland und schließlich in seine neue Heimat Berlin. Behilflich waren ihm bei den Arbeiten an "Unrest" die innovativsten Producer des Electronic Underground: Morgan Geist, Soviet, Schneider TM, Jolly Music, Björn Torske, Prefuse 73, Kompis, Mr Velcrofastener, Minnitza und die Op:l Bastards. Entstanden ist dabei eine Kollektion von ausgesprochen erforschten, yet-catchy Pop-Nummern. Der Titel "Unrest" hat seinen Ursprung in Erlends Kitzel, nicht allzu lange an einem Ort verweilen zu können, ein weitere Eigenschaft neben seinem konstantem Begehren, zu forschen, Freunde zu finden und - nicht zuletzt natürlich - Spaß zu haben. Die Vielfältigkeit von "Unrest" beruht auf der Mitarbeit jedes einzelnen Produzenten, der Atmosphäre und den Erfahrungen aus jeder einzelnen Stadt und dem Zusammenfügen der persönlichen musikalischen Neigungen aller Beteiligten zu einem Ganzen und zu einem völligen "Erlend"!
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