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Bathory Portrait


Bathory

Die schwedische Metal-Band, die seit 1983 existierte, ist definitiv ein Phänomen für sich, zeichnet sie sich doch durch eine einzigartige und lang andauernde Bandgeschichte aus. Kreativer Kopf, Mastermind und einziges Gründungsmitglied dieser Band ist Thomas „Quorthon“ Forsberg, der schon mit 17 Jahren wusste, was er wollte: Musik machen und das nach seinen Regeln. Die ungarische „Blutgräfin“ Erzsebet Bathory stand Pate für den außergewöhnlichen Bandnamen. Bandleader Quorthon sucht sich ein paar Bandmitglieder, woraufhin die ersten Konzerte stattfinden. Nachdem sie es schaffen, auf dem „Scandinavian Metal Attack-Sampler zwei eigens komponierte Stücke unterzubringen, bedeutet das ihren ersten größeren Erfolg. Das große Interesse der Fans ermöglicht ihnen ihr Debütalbum herauszubringen.

Ihr damaliger Musikstil kann dem Death Metal zugeordnet werden, einer musikalischen Richtung, die textlich von den Themen Tod, Nihilismus und Satanismus geprägt ist. In ihrer Karriere werden sie oft mit der britischen Band „Venom“ verglichen, was Quorthon nicht nachvollziehen kann. Er selbst sieht eher Motörhead und Black Sabbath als Inspiration für seine Musik. Die ersten vier Alben sind eindeutig von Death,- und Black Metal bestimmt, was sich erst mit dem Erscheinen des fünften Werkes ändert. Mit diesem Album, das in seinen Texten vor allem die Zeit der Wikinger thematisiert und somit als wegbereitend für den so genannten Viking Metal gilt, legt die Band musikalisch mehr Wert auf atmosphärische Elemente. Diesen Sound behalten sie bis 1994 bei, als sie ihr neues Werk „Requiem“ veröffentlichen. Die Musikkarriere der Band Bathory zeichnete sich vor allem durch ihre Unberechenbarkeit aus. Das im Jahr 1995 erscheinende Album „Octagon“ ist in seiner Härte mit keiner vorhergehenden Platte vergleichbar, während sich die Nordlandalben in den Jahren 2002/2003 wieder dem Wikinger-Thema widmen.

Über die wechselnde Besetzung innerhalb der Band ist nicht allzu viel bekannt. Unter anderem war Jonas Akerlund von 1983-1984 Drummer der Gruppe. Die seitens der Presse laut gewordene Vorwürfe an die Band, sich textlich zu sehr der rechten Szene zu nähern, weist Forsberg weit von sich. Nach den beiden Alben Nordland Part I und Part II kam es zu keiner weiteren Veröffentlichung. Der eigenwillige Kopf dieser Ein-Mann-Band „Bathory“, der wohl einige Musiker in ihrem künstlerischen Schaffen inspirierte, schockte sowohl seine Fans wie auch die gesamte Musikszene, als er am 7. Juni 2004 leblos in seiner Wohnung aufgefunden wird.


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